Ich investiere: Unspektakulär und Langweilig

17.06.2015
Finanzen.net meldet:
„DAX kaum verändert – Zurückhaltung vor Fed-Sitzung — Poker um Griechenland-Hilfen geht weiter — Grexit-Folgen — Linde-Chef kündigt bessere Geschäfte an — CropEngergies erhöht Ausblick“

Finanznachrichten.de meldet 10:57 Uhr:
„Aktien Europa: Vorsicht wegen Griechenland-Krise und Fed-Zinsentscheid“

Ein chinesischer Bauer meldet 11:53 Uhr:
„Vorsicht Reisernte: Ein Sack Reis ist vom Laster gefallen“

Alle Meldungen haben gemeinsam, dass sie meine Anlage-Strategie nicht beeinflussen. Wie meine Strategie aussieht, erfährst Du jetzt.



Ich investiere: Unspektakulär und Langweilig


Mit dem Artikel nehme ich an der Blogparade von „Der Privatier“: „Meine Strategie für die Kapital-Anlage“ teil.

Aufgrund des ansonsten ausufernden Umfangs, werde ich auf tiefer gehende Analysen verzichten. Für Fragen und Kritik steht der Kommentarbereich in freudiger Erwartung bereit.

Auf geht’s …

Meine Anlage-Philosophie fußt auf wenigen Annahmen

  • Alle Marktteilnehmer wollen eine effiziente Anlage, sprich hohe Renditen bei niedrigem Risiko
  • Jedem stehen die gleichen Informationen zur Verfügung
  • Die Zukunft ist ungewiss
  • Diversifikation senkt das Risiko

Zusammengefasst, bedeutet das unter anderem:

Der aktuelle Marktpreis einer Aktie, Währung, Anleihe und eines Rohstoffs ist die beste verfügbare Schätzung des tatsächlichen Wertes.

Daraus ergeben sich meine Anlage-Grundsätze

  • Kennzahlen, aktuelle Nachrichten und Analysten-Meinungen sind mir egal. Das ist alles eingepreist! Fällt in die Abteilung „Investment-Pornographie“
  • Market Timing funktioniert nicht
  • Hin und her macht Taschen leer
  • Ein Portfolio, das den gesamten Markt abbildet, ist das effiziente Portfolio
  • Aktives Management ist überflüssig

und meine Anlage-Strategie

  • Ich bilde komplette Märkte ab
  • Ich lege Geld an, wenn welches übrig ist
  • Ich investiere passiv über Exchange Traded Funds (ETFs)
  • Ich habe einen langfristigen Zeithorizont (30 Jahre und mehr)
  • Ein Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto gibt mir Sicherheit

Kurze Erläuterung

Ich bin 25 Jahre alt und habe noch ausreichend Zeit, Vermögen aufzubauen und Wertschwankungen auszusitzen. Deswegen bin ich zurzeit mit siebzig Prozent in Aktien investiert. Sie weisen von allen Anlageklassen den höchsten Erwartungswert und das höchste Risiko auf.

Unternehmens-Anleihen machen dreißig Prozent meines Portfolios aus. Sie sollen die Volatilität begrenzen.

Auf Staatsanleihen verzichte ich, da sie aktuell schlecht verzinst werden. In Zukunft können sie allerdings wieder ein Thema werden. Später wird etwas Gold und Silber als Absicherung hinzukommen.


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Fazit:

Die perfekt Anlage ist für mich unspektakulär und langweilig. Ich investiere kostengünstig, breit gestreut und besitze einen langen Zeithorizont. Die Risiko-Rendite-Steuerung läuft nicht über die Auswahl einzelner Titel, sondern über die Gewichtung der verschiedenen Anlageklassen.

Die drei wichtigsten Grundregeln sind:

  1. Lege nicht alle Eier in einen Korb!
  2. Lege nicht alle Eier in einen Korb!!!!
  3. Lege nicht alle Eier in einen Korb!!!!!!!!

Jetzt interessiert mich wie immer Deine Meinung!

Gibt es Fragen, Anregungen und/oder Kritik? Wie investierst Du? Und welches Ziel verfolgst Du?

Mein Ziel ist es, nach und nach die Abhängigkeit von meinem Arbeitseinkommen zu reduzieren.

Schon gewusst?

Seit kurzem steht mein E-Paper „Reich werden? Das können wir nur in unseren Köpfen“ zum kostenlosen Download bereit.
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Dein Finanzkoch,
Christoph Geiler

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Kommentare

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8 Kommentare

  1. Michael
    Reply Dezember 12, 15:18 #1 Michael

    „Fazit: Die perfekt Anlage ist für mich unspektakulär und langweilig. Ich investiere kostengünstig, breit gestreut und besitze einen langen Zeithorizont. Die Risiko-Rendite-Steuerung läuft nicht über die Auswahl einzelner Titel, sondern über die Gewichtung der verschiedenen Anlageklassen.“

    Könntest Du in diesem Zusammenhang das Wort „kostengünstig“ näher erläutern? Was genau bedeutet das für Dich? Kaufst Du einen ETF nur dann wenn der Preis dichter am 52-Wochen-Tief als am 52-Wochen-Hoch ist? Oder nur wenn der Preis unterhalb des 200-Tage-GD ist? Danke.

    • Finanzkoch
      Reply Dezember 14, 21:09 Finanzkoch Author

      Hallo Michael,

      mit „kostengünstig“ meine ich die Vermeidung von Gebühren (Verwaltung, Order, usw. …).

      Herzliche Grüße
      Christoph

  2. Der Privatier
    Reply Juli 03, 09:16 #2 Der Privatier

    Hallo Finanzkoch,

    ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bedanken, dass Du an der Blogparade „Meine Strategie für die Kapitalanlage“ teilgenommen hast. Vielen Dank für Deinen Beitrag!

    Inzwischen habe ich eine Zusammenfassung aller Beiträge erstellt:
    http://der-privatier.com/ergebnisse-der-blogparade-meine-strategie-fuer-die-kapital-anlage/
    die ich wirklich jedem empfehlen möchte.

    Hier gibt es eine ziemlich eindeutige generelle Richtung, aber auch viele sehr interessante Abweichungen und Details. Unbedingt lesen!

    Gruß, Der Privatier

    • Finanzkoch
      Reply Juli 03, 17:55 Finanzkoch Author

      Hallo Privatier,

      ich habe gerne an der Blogparade teilgenommen.

      Ich bin noch nicht dazu gekommen, alle Beiträge zu lesen. Was ich bis jetzt gesehen habe, hat mir viel neuen Input gegeben. Ich habe also zu danken:)

      Herzliche Grüße
      Christoph

  3. Marco
    Reply Juni 21, 03:49 #3 Marco

    Hallo,

    also 70% Aktien wären mir persönlich zu riskant, aber ich bin ja auch schon 30 :-), mein Anleiheanteil liegt immer bei mindestens 50 %, jedoch gibt es in den nicht ganz so eingefahrenen Märkten noch gute Renditen. Mexiko, Brasilien und Co sind deutlich höher rentiert.

    LG
    Marco

    • Finanzkoch
      Reply Juni 22, 12:54 Finanzkoch Author

      Hallo Marco,

      30 ist doch noch kein Alter 😉 Die fünfzig Prozent Anleihequote kann ich aber gut nachvollziehen.

      Viele Grüße
      Christoph

  4. Claudius
    Reply Juni 18, 08:40 #4 Claudius

    Bei der Einleitung musste Ich lachen. Ich habe gestern aus Langeweile auch mal wieder die Seite Finanzen.net besucht und die gleichen Worte gelesen. Wirklich interessiert hat mich das Ganze aber dann auch nicht. „Unspektakulär und Langweilig“ ist auch genau mein Fall. Wobei ich durch diese Strategie viel Zeit für Dinge habe, die garantiert nicht langweilig sind.
    Ich persönlich bevorzuge jedoch etwas mehr Risiko (keine Anleihen).

    Gruß,

    Claudius

    • Finanzkoch
      Reply Juni 18, 15:44 Finanzkoch Author

      Hallo Claudius,

      schön das ich für Erheiterung sorgen konnte 🙂 Die Zeitersparnis für Buy-and-Hold-Anleger ist wirklich enorm (vor allem, wenn man dann noch passiv investiert).

      Ich habe auch überlegt, Anleihen außen vor zu lassen. Das sind zur Zeit echte Spaßbremsen, wenn man sich die Zinsen anschaut …

      Viele Grüße
      Christoph

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