Du lebst nur einmal

Wir Finanzblogger schreiben oft vom Sparen. Was wir dabei manchmal vergessen:

Geldausgeben macht Spaß.



Du lebst nur einmal


Abends mit Freunden in einen Club, mit der Partnerin entspannt ins Restaurant oder fremde Länder bereisen – all das kostet Geld, bringt aber tonnenweise Freude und Erfahrung. Klar kann man auch zu Hause mit seinen Freunden kochen oder in den Schwarzwald fahren … aber ab und zu muss man einfach raus und salopp gesagt:

Die Sau rauslassen.

Ich bereue keinen einzigen feucht fröhlichen Abend meiner Studienzeit und kann verstehen, wenn du dir statt einem Fahrrad einen Sportwagen zulegst. Wobei du gerade bei letzterem schauen solltest, dass du dich nicht bis zur Halskrause verschuldest.

Jeder ist anders und jeder muss selbst wissen, was ihn glücklich macht. Daher kommt es mir befremdlich vor, wenn ich auf einigen Finanzblogs von Konsumidioten lese – vor allem, weil gerade Aktionäre am meisten vom Konsum profitieren. Wenn niemand den „Plunder“ kauft, den Unternehmen produzieren, gibt es weder Dividendenausschüttungen noch Kursgewinne. Wer in Aktien investiert, sollte sich freuen, wenn der Einzelhandel brummt und nicht mit Steinen werfen.

 

Morgen kann alles vorbei sein

Wir leben in einer Gegenwart mit einer ungewissen Zukunft. Morgen kann mich der Blitz treffen und mich auf die Reise nach Walhalla schicken. Das ganze Sparen und Investieren wäre für die Katz gewesen …

Ich achte bei meinem Sparverhalten darauf, dass ich mich wohl fühle. Ich möchte nicht den Eindruck haben, zu verzichten. Wozu auch? Ich will mich nicht auf die faule Haut legen, wenn mein Depot groß genug ist. Mein Beruf ist Berufung. Das habe ich mir über Jahre aufgebaut und das will ich möglichst lange genießen.

Wenn Du beruflich unzufrieden bist und noch nicht zu alt für Neues, ist es besser, du richtest dich beruflich neu aus, anstatt zwei Jahrzehnte lang zu Sparen wie ein Verrückter, um zehn Jahre eher in Ruhestand gehen zu können.

 

Finanzielle Freiheit ist eine Teilmenge der Freiheit

Es ist Unsinn, zu glauben, Geld würde freimachen. Ich habe unzählige Verpflichtungen, die nichts mit Geld zu tun haben. Wenn meine Familie Hilfe braucht, helfe ich. Meine Partnerin hat Wünsche und Bedürfnisse, auf die ich Rücksicht nehme …

Ich lebe mit anderen Menschen in Wechselbeziehungen und werde niemals die Freiheit haben, zu tun und zu lassen, was ich möchte.

Aber:

Ich habe mich bewusst dafür entschieden, abhängig zu sein. Mein Lohn: Gemeinsam mehr Glück erfahren und gemeinsam Größeres schaffen, als mir das allein möglich wäre …

 

Es kommt auf die Definition von Freiheit an

Ein Depot, aus dem ich meinen Lebensstandard finanzieren kann, habe ich (noch) nicht. Ich bin abhängig davon, Geld zu verdienen. Solange ich einen Kopf und zwei Hände habe, ist das kein Problem – denn ich kann entscheiden, wie ich Geld verdiene …

Und das ist Freiheit: Wählen zu können.

Mit einem dicken Bankkonto erreichst du keine Freiheit. Freiheit erlangst du, wenn du den Mut aufbringst, von deinen Wahlmöglichkeiten Gebrauch zu machen.

Du brauchst Mut, um:

  • Beruflich neue Wege einzuschlagen
  • Dich von einem Partner zu trennen, der dich unglücklich macht
  • Eine Familie zu gründen

Und vor allem brauchst du Mut, um dir zu erlauben, zu scheitern.

 

Lebe

Deine Zeit ist kostbar. Nutze sie so, dass es sich richtig anfühlt.

Verbiege dich nicht, weil andere es erwarten. Bringe den Mut auf, du zu sein und du wirst frei sein, lange bevor du eine imaginäre finanzielle Freiheit erreicht hast.

Oder wie Jorge Bucay in einem seiner Bücher in etwa schrieb:

Es war ein trauriger Tag, an dem du in den Spiegel blicktest und nicht mehr sagtest:

„Ich bin.“ Sondern:

„Ich sollte sein.“

Dein Finanzkoch
Christoph Geiler

Du willst mehr?
Dann trag dich jetzt ein und hol dir mein gratis E-Book: Das Basisrezept des erfolgreichen Vermögensaufbaus. Zusätzlich bekommst du meinen kostenlosen Newsletter - so verpasst du keinen Artikel mehr.

Artikel weiterempfehlen

Facebook
Google+
https://www.finanzkueche.de/du-lebst-nur-einmal/">
Twitter
SHARE
LinkedIn

Kommentare

Ihre Meinung ist mir wichtig

34 Kommentare

  1. Zinskraft
    Reply Mai 02, 14:48 #1 Zinskraft

    Hallo Christoph,

    mein Schwiegervater sagt immer zu uns: „Wenn alle so wären wie ihr, dann ginge die Wirtschaft zugrunde.“

    Wir wollen mit unserem Blog niemanden missionieren weniger zu konsumieren, sondern neue Impulse setzen. Aber auch den Leuten, die sparsam sind, das Gefühl geben, sich nicht dafür schämen zu müssen. Meine Frau und ich merken in unserem Alltag immer wieder, wie wir anecken, nur weil wir uns nicht jeden Scheiß kaufen. Unreflektiertes Geldausgeben wird dagegen nie kritisiert, da dies ja in den Augen der meisten Menschen „normal“ ist.

    Wir hatten oft das Gefühl, wir müssen jetzt auch mal mehr Geld ausgeben, um wieder dazuzugehören. Aber es passt einfach nicht zu uns. Genau wie du sagst: Wir standen symbolisch vor dem Spiegel und haben gesagt: „Wir sollten weniger sparsam sein!“ Klingt verrückt, war aber gefühlt so.
    Durch unseren Blog und das Lesen anderer Blogs sind wir uns aber wieder bewusst geworden, dass wir uns nicht verbiegen lassen und unserer sparsamen Linie treu bleiben und nur dann „die Sau bzw. das Geld rauslassen“, wenn wir eben wollen. Und wir erleben so viele schöne Sachen, die nichts oder sehr wenig kosten. Der letzte Artikel auf Olivers Blog Frugalisten (https://frugalisten.de/ein-perfekter-tag-an-der-sonne/) hat uns aus der Seele gesprochen. In den Köpfen der Menschen ist Spaß mit Geldausgeben verankert. Deswegen haben wir auf unserem Blog einen Event-Kalender für kostenlose Veranstaltungen in München gestartet.
    So wie wir also den Konsumenten dankbar sind, dass sie die Wirtschaft ankurbeln und sie auch in Ruhe lassen, erwarten wir dasselbe auch von ihnen. Abgesehen davon, dass wir manchmal mit unseren Ausgaben auch ganz schön die Wirtschaft ankurbeln 😉

    Liebe Grüße
    von Pia und Martin von Zinskraft

    • Finanzkoch
      Reply Mai 08, 10:21 Finanzkoch Author

      Hallo Pia, hallo Martin,

      danke für eure Gedanken.

      “ dass wir uns nicht verbiegen lassen und unserer sparsamen Linie treu bleiben und nur dann „die Sau bzw. das Geld rauslassen“, wenn wir eben wollen. Und wir erleben so viele schöne Sachen, die nichts oder sehr wenig kosten.“

      Genau so soll es sein 🙂 Jeder soll so Leben, wie es für ihn passt.

      Liebe Grüße aus Leipzig

      Christoph

  2. Veronika
    Reply März 23, 18:56 #2 Veronika

    Ich denke, dass die meisten, die anfangen sich mit dem Thema finanzielle Freiheit auseinanderzusetzen, dazu tendieren beim Sparen erstmal zu übertreiben. Aber was bringt einem die Freiheit, wenn man die Jahre bis dahin keinerlei Spaß hat und durch seinen Sparzwang seine Sozialkontakte verliert?

    Es ist deswegen ratsam sich einen fixen und nicht zu kleinen Betrag jeden Monat einzuplanen um sich zu amüsieren und diesen dann auch nur dafür benutzt.

    Um sich nicht jeglichen Luxus zu verwehren und damit man sich auch mal etwas größeres gönnen kann, kann man sich einfache Zeitlimits setzen. Wenn ich beispielsweise den Drang habe mir einen neuen Laptop oder ein neues Handy zuzulegen, warte ich einfach einen Monat anstatt gleich zu kaufen. Will ich die Sachen dann noch, kaufe ich sie mir ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

    • Finanzkoch
      Reply März 28, 11:37 Finanzkoch Author

      Hallo Veronika,

      „Wenn ich beispielsweise den Drang habe mir einen neuen Laptop oder ein neues Handy zuzulegen, warte ich einfach einen Monat anstatt gleich zu kaufen. Will ich die Sachen dann noch, kaufe ich sie mir ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.“

      Finde ich eine gute Möglichkeit, um Impulskäufen vorzubeugen 🙂

      Herzliche Grüße aus Leipzig
      Christoph

  3. Alexander Schmitt
    Reply Februar 12, 16:16 #3 Alexander Schmitt

    Hallo Christoph,

    leben ist zweifellos wichtig, aber Millionär schon richtig geil. Also warum nicht mit 30 Jahren Millionen anstreben, anstatt mit 50? Das Problem liegt im Ziel und im Anschluss daran, im Weg!

    Jeder soll konsumieren, was er will. Aber wirtschaftlich betrachtet ist der Grat sehr schmal. Wer zu viel im Verhältnis zu seinem Einkommen konsumiert, boykottiert das Vermögenswachstum. Wer zu wenig konsumiert, spart eben nicht. Am Anfang ist eisernes Sparen unerlässlich, später nicht mehr so sehr, ab einem gewissen Zeitpunkt egal. Rechne ihn Dir aus, hier die Überlegungen im Detail:

    https://reichplanung.wordpress.com/2016/03/31/wie-hoch-muss-mein-einkommen-sein-um-reich-zu-werden/

    Jeder soll glücklich werden, aber interessant ist es eben, ob die Entscheidungen auch rückwirkend weise waren. Aber wer soll das im Voraus wissen… 😉

    Grüße, Alex

  4. Markus (MDFIRE2024)
    Reply Februar 09, 18:54 #4 Markus (MDFIRE2024)

    Hallo Christoph,
    dein Artikel gefällt mir. Ich finde du relativierst das Sparen und Konsumieren. Sparen an sich ist ja nicht das ultimative Ziel. Es ist ein Mittel zum Zweck. Der Weg sollte so oder so in die Unabhängigkeit und Freiheit führen, je nachdem wie man diese definiert.
    Danke für deine inspirierenden Worte und viel Erfolg weiterhin.
    Viele Grüße
    Markus (MDFIRE2024)

    • Finanzkoch
      Reply Februar 24, 13:22 Finanzkoch Author

      Hallo Markus,

      danke für deinen Kommentar. Immer wieder gern 🙂

      LG, Christoph

  5. Finanzmixerin
    Reply Februar 08, 12:49 #5 Finanzmixerin

    Hallo,
    Einen sehr guten Artikel hast du da geschrieben. Du sprichst mir aus der Seele.

    Ganz im Dinge von Buddha:
    Gehe ganz in deinen Handlungen auf und denke, es wäre deine letzte Tat.

    • Finanzkoch
      Reply Februar 24, 13:22 Finanzkoch Author

      „Gehe ganz in deinen Handlungen auf und denke, es wäre deine letzte Tat.“

      Das Zitat kannte ich so noch gar nicht. Danke 🙂

  6. Martin B.
    Reply Februar 07, 11:24 #6 Martin B.

    Was denn? Das Grau zwischen all der Finanzblogger Schwarz/Weiß Seherei?!? Schäm dich, du Böser! 😀

    Na, wenn dich für die Missachtung der einzig wahren Lehre in Zukunft mal nicht sämtliche Anhänger der Konsumvereinigungskirche des heiligen Tims verachten und am liebsten direkt in die Konsumschulden-Hölle schicken würden! 😉

    Ich finde sowieso man sollte die Finanzblogs einfach als Meinungsäußerung sehen. Auch wenn oft Fakten und Tatsachen darin enthalten sind, wurden diese meist doch in eigene Sichtweisen verpackt. Damit wäre es falsch das als einzige Wahrheit zu sehen. Aber gerade wenn vernünftig argumentiert wird sind diese Meinungen für mich durchaus interessant (egal ob ich zustimme oder Einblick in andere Sichtweisen habe die evtl. auch mal zum Nachdenken anregen).

    • Finanzkoch
      Reply Februar 24, 13:20 Finanzkoch Author

      Hallo Martin,

      mit der Verachtung werde ich dann wohl leben müssen 😉

      Ich lese Tim’s Blog auch von Zeit zu Zeit. Wichtig ist einfach, sich immer eigene Gedanken zu machen und locker zu bleiben.

      Herzliche Grüße aus Leipzig
      Christoph

  7. Gurki
    Reply Februar 07, 10:03 #7 Gurki

    Guter Artikel! Spiegelt meine Meinung ziemlich stark wider! Einer ist ja ganz besonders ein Schwarz-Weißdenker unter den Finanzbloggern. Lebt in N.Y. 🙂

    Man muss für sich halt einen Mittelweg finden. Nicht übermäßig konsumieren aber auch nicht sparen bis zum Hungertuch. Und wenn man sich einen Sportwagen kaufen möchte, ja dann kauft man sich halt einen. Hauptsache man kann ihn bar bezahlen und muss nicht einen Kredit aufnehmen.

    Allerdings finde ich mittlerweile bei vielen Dingen, dass mir das auch alles einfach nicht mehr Wert ist. 5€ um auf dem Dom (Kirmes) in eine Geisterbahn o.ä. gehen zu können, finde ich teuer und dann gehe ich da nicht rein.

    4,50€ für eine Bratwurst finde ich teuer und kaufe ich ungern. Da schmeckt mir die ja gar nicht mehr wenn ich den Preis sehe.

    Und da gibt es noch so einige Dinge…

    • Finanzkoch
      Reply Februar 24, 13:17 Finanzkoch Author

      Hallo Gurki,

      das Gefühl kenne ich. Bestes Beispiel bei uns: Im Kino zahlt man 7 Euro für ein bisschen Popcorn. Da nehme ich mir lieber ein paar Snacks von daheim mit. Das Gefühl 12 Euro für eine Kinokarte auszugeben, ist schon Bestrafung genug >< Herzliche Grüße aus Leipzig Christoph

  8. Bankenmärchen
    Reply Februar 07, 07:24 #8 Bankenmärchen

    Das Thema spricht mir aus der Seele. Auch ich könnte mich irgendwie den ganzen Tag in die Arbeit oder meinen Blog vertiefen. Wahrscheinlich hätte ich dann mehr Erfolg und irgendwie auch mehr Geld. Aber ist es das denn Wert? Oft erlebe ich im Bekannten- und Freundeskreis wie schnell alles vorbei sein kann. Und dann will ich wirklich nicht sagen „hätte ich mal mehr Zeit mit meiner Familie verbracht“ oder „diesen Ort hätte ich noch so gern gesehen“. Das ist für mich die schlimmste Vorstellung. Daumen hoch für deinen Artikel!

  9. Vermögensanleger
    Reply Februar 06, 09:56 #9 Vermögensanleger

    Hallo Christoph,

    genau so ist auch meine Einstellung. Viele Menschen sind der Ansicht kein Geld zum sparen übrig zu haben. Ich versuche Gebühren zu vermeiden, halte u.a. meinen Stromanbieter und meinen Kfz-Versicherer im Auge, vermeide teure Provisionsprodukte der Banken und versuche so genug Vermögen aufzubauen um sorgenfrei leben zu können. Trotzdem sieht mein Finanzsetup ein großzügiges Budget für „Spaß“ vor. Dieses wird sogar noch vor der Sparrate definiert. So gewährleiste ich, dass ich nicht das Gefühl habe auf etwas zu verzichten. Und doch gelingt es mir, mein Vermögen kontinuierlich zu vergrößern. Nur Butterbrot und Leitungswasser wäre nichts für mich.

    Schönen Tag
    Marco

    • Finanzkoch
      Reply Februar 19, 13:52 Finanzkoch Author

      Hallo Marco,

      beim Stichwort Stromanbieter fällt mir ein –> da sollte ich mich mal drum kümmern 🙂

      LG, Christoph

  10. Djerun
    Reply Februar 06, 09:48 #10 Djerun

    Besten Dank für deinen Beitrag. Auf wie viel Finanzblogs lese ich sparen sparen sparen…am liebsten noch beim Essen und Reisen, nur um mit Mitte 50 „durch“ zu sein.
    Nur mal ehrlich….klar ist es schön im Alter finanziell frei zu sein. Aber wer denkt, dann noch die ganzen Reisen, Abenteuer, gemeinsame Erlebnisse nachzuholen, der täuscht. Viele Freunde sind dann schon unter der Erde, die Eltern wahrscheinlich auch nicht mehr da oder im Greisenalter und die Kinder leben ihr eigenes Leben.
    Auch ich spare und investiere in Aktien – aber vor allem konsumiere ich der schönen Momente und Erlebnisse wegen.

    Mal ein kleines Gegenbeispiel aus meinem Freundeskreis:
    Er 38, sie 34. Er Manager im Großkonzern, Sie einen Top Finanzjob – Einkommen zusammen ca. 250.000,-€ p.a. Tendenz stark steigend.
    Er spart was das Zeug hält, konsumiert nichts!! Sitzt lieber Samstag Abend zu Hause und schaut Fern, während unser alter Freundeskreis mal die Sau rauslässt. Letztes Jahr haben beide Ihren Afrikaurlaub abgesagt (kosten für beide ca. 8000,- €). Das entspricht genau der Summe, die beide in zwei Monaten sparen!

    Sein Ziel: Millionär werden! Das erreicht er spätesten bis zum 40. Lebensjahr. Und was dann, seine Aussage: Bis 50 die zweite Million. Und dann…das wissen wir alle: Die dritte Million bis 55!
    Ach ja…ein Kind passt nicht ins Leben. Begründung: Stellt ein finanzielles Risiko für ihn dar.

    Fazit: Mir bringt alles Sparen und aller Ehrgeiz nichts um Millionär zu werden, wenn man sonst keine Ziele hat. Wer denkt, finanzielle Freiheit bedeutet Glückseeligkeit, der wird nach Jahrzehnten harten Sparens beim Erreichen seines Ziels gewaltig auf die Nase fallen.

    Greetz!

    • Finanzkoch
      Reply Februar 19, 13:50 Finanzkoch Author

      Hallo Djerun,

      danke für deinen Kommentar, den ich genau so unterschreibe. Ich denke, Sparen sollte nie Selbstzweck sein.
      Letztlich muss aber jeder seinen eigenen Weg finden. Wenn dein Freund auf diese Weise glücklich wird, ist es ok … allerdings klingt für mich ein Afrikaurlaub durchaus interessanter als ein Fernsehabend 🙂

      Liebe Grüße aus Leipzig
      Christoph

  11. Holzwurm
    Reply Februar 06, 08:20 #11 Holzwurm

    Du sprichst mir aus der Seele, vielen Dank für diesen guten Beitrag.

    lg und schönen Start in die Woche – Christoph

  12. Dummerchen
    Reply Februar 05, 21:18 #12 Dummerchen

    Hallo Christoph,
    wegen solchen Artikeln schätze ich deinen Blog sehr. Du suchst nicht schwarz oder weiß sondern weist auch auf das grau dazwischen hin. Das ist mir deutlich lieber als die langweilige Leier des Sparquotenfetisch. Danke für die differenzierte Betrachtung.

    Beim Lesen fiel mir die Arbeitskollegin meiner Frau ein, die letzte Woche gestorben ist, Anfang 40. Wir sollten auch jetzt Dinge tun, die etwas kosten und uns nicht immer nur um die Zukunft sorgen. Es kann so schnell vorbei sein.

    Liebe Grüße
    Dummerchen

    • Finanzkoch
      Reply Februar 07, 08:50 Finanzkoch Author

      Hallo Dummerchen,

      da fehlen mir immer die Worte. Es gibt glaube ich auch keine Worte, die dem gerecht werden. Bleibt nur, allen Betroffenen viel Kraft zu wünschen 🙁

      Liebe Grüße aus Leipzig
      Christoph

  13. allaballa
    Reply Februar 05, 15:25 #13 allaballa

    Hi,

    stimme voll und ganz zu; auch wie Du den Inhalt rüber bringst, ist wunderbar.

    Ich wollte (evtl. belanglos) auch noch auf das sogenannte Sparparadoxon hinweisen: https://de.wikipedia.org/wiki/Sparparadoxon

    Wenn wir alle sparen, geht´s uns allen am Ende schlechter. Na ja, hoffentlich liest der Finanzminister das.

    In diesem Sinne: Lebe, Liebe, Lache,

    allaballa

    • Finanzkoch
      Reply Februar 05, 18:45 Finanzkoch Author

      Hallo allaballa,

      danke für dein Lob und den Link 🙂

      Wobei ich es hinsichtlich des Sparparadoxons nicht schlimm fände, wenn es in einigen Industriezweigen zu Rückgängen käme (Rüstung usw. …), auch wenn das insgesamt zu einem Wohlstandsverlust führen sollte. Aber ich vermute mal, unsere Wünsche werden nicht in Erfüllung gehen … Herr Schäuble wird eher nicht über die Finanzküche stolpern. Wenn doch, hätte ich da noch einiges vorzutragen … 😉

      Herzliche Grüße aus Leipzig
      Christoph

  14. freaky finance
    Reply Februar 05, 14:27 #14 freaky finance

    Life is just a short holiday from being dead.
    Enjoy!

  15. Florian
    Reply Februar 05, 12:57 #15 Florian

    Lieber Christoph,

    ein klasse Artikel, dem ich voll und Ganz zustimme. Chapeau für die gut gefundenen Worte.

    BG Florian

    • Finanzkoch
      Reply Februar 05, 18:28 Finanzkoch Author

      Hey Florian,

      danke. Wir haben ja schon am Telefon festgestellt, dass wir bei dem Thema ähnlich ticken 😉

      LG, Christoph

  16. Thorsten
    Reply Februar 05, 12:28 #16 Thorsten

    Sehr guter „Einwand“, Christoph!

    Ich habe darüber auch schon verschiedentlich schmunzeln müssen, insbesondere die Beziehung von guter Entwicklung der Aktienmärkte und das es jemanden braucht, der dafür die Produkte der Firmen nutzt/ konsumiert scheinen die meisten auszublenden…

    Für mich heißt das aber „einfache“, dass eben nicht alle Leute über dieses Vorgehen die Finanzielle Freiheit erreichen können – und zum Glück auch nicht wollen, denn so bleibt es möglich 🙂

    Beim Job gibt es einfach zwei Möglichkeiten, es ist jemandens Berufung oder es ist eben das, was man am besten machen kann bzw wofür jemand bereit ist, einen (sehr) gut zu bezahlen – da muss letztlich jeder selbst wissen, welchen Weg man geht…

    Voll und ganz unterstütze ich aber Deine Aussage, dass man das Leben nicht vergessen darf – davon haben wir nur eines, wir sind alle nur einmal „jung“, haben manche Chancen nur einmal…oder mit Marc Twain: In 20 years from now, you will more disappointed by the things you didn’t do, than by the ones you did do!

    • Finanzkoch
      Reply Februar 05, 18:35 Finanzkoch Author

      Hallo Thorsten,

      frei nach Volker Pispers: „Jeder kann hier reich werden, aber nicht alle.“

      Das Zitat von Marc Twain ist klasse. Ich hoffe, dass wir in 20 Jahren nicht allzu vielen verpassten Gelegenheiten nachtrauern …

      Liebe Grüße aus Leipzig und danke für deine Gedanken 🙂

      Christoph

  17. Ex-Studentin
    Reply Februar 05, 12:25 #17 Ex-Studentin

    Ein lustiger Zufall: In einem neuen Beitrag schrieb ich gerade die Worte „Man hat nur dieses eine Leben“ Denn auch mich beschäftigt dieses Thema. Sparen ist sinnvoll. Verzichten nicht. Stattdessen sollte man sich darauf besinnen, was einem wirklich wichtig ist. Bei manch einem ist das tatsächlich das Auto, bei uns eben nicht.

    • Finanzkoch
      Reply Februar 05, 14:12 Finanzkoch Author

      Hallo Jenny,

      danke für deinen Kommentar, den ich so unterstreichen möchte. Ich bin auf deinen neuen Artikel gespannt. Mal schauen, ob Palmon wieder mit von der Partie ist 🙂

      Liebe Grüße aus Leipzig
      Christoph

  18. Robsen
    Reply Februar 05, 11:40 #18 Robsen

    mit „Konsumidioten“ sind auch eher die Personen gemeint, welche wie Idioten konsumieren – das heisst ohne nachzudenken und jeden Trend mitmachen. Idiotisch ist es zum Bsp 10paar Schuhe zu besitzen – auch wenn es ein Hobby ist, ist es idiotisch. Es geht um kultivierten und sinnvollen Konsum. Somit klappt es auch mit der höheren Sparrate und man hat nicht das Gefühl auf etwas verzichten zu müssen. Nachdenken und dann kaufen,

    • Finanzkoch
      Reply Februar 05, 14:05 Finanzkoch Author

      Hallo Robsen,

      wen es glücklich macht, einen Schrank voller Schuhe zu haben … ist doch ok, wenn man es sich leisten kann. Dafür Schulden aufzunehmen, ist eine andere Nummer. Letztlich ist es eine Frage der Prioritäten. Wer mehr spart, ist nicht automatisch schlauer.
      Wobei man sicher schon aus ökologischen Gründen darüber nachdenken kann, ob der Kleiderschrank auch eine Nummer kleiner sein darf.

      Herzliche Grüße aus Leipzig
      Christoph

Ihre Daten sind sicher! Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Ihre Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Mit * gekennzeichnete Daten sind Pflichtfelder.