Rückblick März & April: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Arbeit – Kind – Arbeit – Kind. So lassen sich März und April zusammenfassen. Aufgrund der hohen Infektionszahlen haben wir unseren Sohn in den letzten Monaten zu Hause betreut. Erst seit letzter Woche geht er wieder in den Kindergarten.

Das Wechselspiel aus Arbeit und Betreuung unseres Sohnemannes hat dafür gesorgt, dass auf der Finanzküche keine neuen Inhalte erschienen sind. In der knappen Arbeitszeit habe ich mich nahezu vollständig meinen Mandanten gewidmet. Wenn ich abends noch Kapazitäten hatte, hat mich die Couch wie magisch angezogen. Der Corona-Blues lässt grüßen …

Umso interessanter ist es für mich, für diesen Beitrag die harten Zahlen zusammenzutragen. Wie haben sich die beiden Teilzeit-Monate auf die Entwicklung der Finanzküche ausgewirkt?

Mann sitzt am Schreibtisch

Seitenaufrufe & Podcastentwicklung

Wenig überraschend hat der Stillstand dafür gesorgt, dass der Aufwärtstrend bei den Seitenaufrufen zum Erliegen gekommen ist. Google Analytics wirft folgende Seitenaufrufzahlen aus:

  • März 2020: 14.967
  • März 2021: 10.733 –> mit Korrekturfaktor: 13.952
  • April 2020: 11.405
  • April 2021: 9.284 –> mit Korrekturfaktor: 12.069
Seitenaufrufe der Finanzküche von März 2020 bis April 2021

Seitenaufrufe Finanzküche von März 2020 bis April 2021

Mit dem Korrekturfaktor berücksichtige ich, dass seitdem ich mit einem Cookie-Tool arbeite, etwa 30 Prozent der Finanzküche-Besucher, nicht mehr von Google Analytics erfasst werden. In den letzten beiden Monaten waren wir damit auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr.

Bei den Podcast-Downloads ist im Vorjahresvergleich sogar ein Zuwachs zu verzeichnen:

  • März 2020: 771 Downloads
  • März 2021: 983 Downloads
  • April 2020: 727 Downloads
  • April 2021: 935 Downloads

Das liegt allerdings daran, dass ich (ähnlich wie dieses Jahr) auch im März und April 2020 kaum etwas veröffentlicht habe. Die Hürde war also nicht besonders hoch. Als positives Lebenszeichen bleibt, dass das Grundrauschen etwas gestiegen ist.

Arbeitszeitentwicklung

Dass ich derart wenig Zeit zum Schreiben und zum Aufnehmen hatte, lag nicht ausschließlich daran, dass wir die nicht in Anspruch genommene Kindergartenbetreuung auffangen mussten. Parallel sind meine Beratungszeiten und der Aufwand für Vor- und Nachbereitungen in die Höhe geschnellt. Während ich damit im Februar lediglich 71 Stunden verbracht habe, waren es im März 116 Stunden und im April 108 Stunden. Die Auswirkungen dieser Entwicklung werden wir noch bei den Umsatzzahlen sehen.

Arbeitszeit Christoph Geiler März

Arbeitszeit März

Arbeitszeit Christoph Geiler April

Arbeitszeit April

Auf die 22 Arbeitstage des Aprils gerechnet, hatte ich 5,4 Stunden pro Tag effektive Arbeitszeit. Oder anders ausgedrückt: Gute 27 Wochenstunden …

Herzlich willkommen in der Teilzeit-Selbständigkeit. Geplant war das nicht …

Umso mehr freue ich mich darauf, wieder mehr Zeit für die Arbeit zu haben – auch wenn ich die zusätzliche Zeit mit meinem Sohn genossen haben (zumindest meistens 😉 )

Der Punkt E-Mail in der Zeiterfassung mit >Timeular* ist übrigens irreführend, da viel meiner „Kommunikationszeit“ in dem Punkt Vor- und Nachbereitung enthalten ist. Auch der Punkt Weiterbildung spiegelt die Realität ungenügend wieder, da ich nicht jede Minute in meiner Freizeit nachverfolge, in der ich mich „belese“.

Umsatzentwicklung

Beim Umsatz peilen wir auf das Jahr gesehen eine Steigerung um 43 Prozent an. Im Januar und Februar sind wir mit einem Zuwachs von etwa 23 Prozent dahinter zurückgeblieben.

Auf den ersten Blick fiel dieser März mit einem Umsatzwachstum von 14,4 Prozent im Vergleich zum März 2020 noch weiter hinter dem Soll zurück. Allerdings waren sowohl der März als auch der April 2020 aus Umsatzsicht starke Monate. Als die Pandemie letztes Jahr aufkam, habe ich viele Anlageberatungen vorgezogen, die ich in den beiden Monaten auch abgerechnet habe. Erst im Juni sind die Umsätze spürbar zurückgegangen.

Umso schöner ist es, dass wir im April 2021 ein Wachstum von satten 75 Prozent hatten – im Vergleich zum ohnehin schon starken Vorjahresmonat.

Für die ersten vier Monate des Jahres steht damit ein Umsatzplus von 35,8 Prozent in den Büchern. Über die angepeilten 43 Prozent sollten wir in den nächsten Monaten drüber hopsen. Damit wächst der finanzielle Spielraum, um das Finanzküche-Team dieses Jahr noch zu vergrößern. Luise wird uns leider wieder verlassen, da ihr dieses Jahr die Zeit fehlt, sich in der Finanzküche einzubringen. Hier mache ich mir aktuell Gedanken, wie wir das auffangen. Dass es ohne Unterstützung nicht geht, haben die letzten Monate gezeigt. Sobald bei mir etwas dazwischen kommt, steht das Blog still.

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Resümee: Family First

Die letzten Monate standen im Zeichen der Familie, was mit reduzierten Arbeitszeiten einhergegangen ist. Vieles ist liegen geblieben. Die Themenseiten sind ebenso wenig fertig wie das neue E-Book – ganz zu schweigen davon, dass wir es verpasst haben, regelmäßig Beiträge zu veröffentlichen. Anspruch und Wirklichkeit klaffen deutlich auseinander. Aktuell arbeite ich daran, dir wieder regelmäßig Mehrwert zu stiften.

Davon abgesehen, zeigt die positive Umsatzentwicklung, dass Finanzberatung auf Honorarbasis nicht nur für Mandanten sinnvoll ist, sondern auch für Berater ein tragfähiges Geschäftsmodell darstellt. Ich hoffe, dass in Zukunft noch mehr Berater diesen Weg einschlagen.

Dein Finanzkoch
Christoph Geiler

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Portrait vom Autor dieses Artikels
Über Christoph Geiler

Als Finanzberater bin ich auf die Themen Finanzplanung, Geldanlage und Altersvorsorge spezialisiert. Als Finanzkoch bin ich konzeptionell tätig und erstelle Inhalte. In meiner Freizeit schwinge ich den Kochlöffel, treibe Sport und spiele mit meinem Sohn.