Die Familie ist unser größtes Kapital

Die Familie ist unser größtes Kapital

Mit zwei Einkommen lebt es sich entspannter

In meinen Beratungsgesprächen sehe ich es wieder und wieder:

Die Ruhestandsphase finanziell zu stemmen, ist oftmals eine Herkulesaufgabe. Von einer wie auch immer gearteten vorzeitigen finanziellen Freiheit können viele nur träumen.

Und doch …

In den meisten Fällen findet sich eine Lösung. Dabei haben es Ehepaare deutlich leichter, als Alleinstehende. Mit zwei Einkommen lebt es sich einfach entspannter – das gilt auch im Ruhestand. Selbst wenn später einmal das Unvermeidliche passiert und ein Partner stirbt, hinterlässt er dem anderen meist eine Witwen- oder Witwerrente.

Für Alleinstehende ist die finanzielle Situation oft deutlich angespannter. Gerade wenn alleine ein Kind großgezogen wird, können in 90 Prozent der Fälle keine nennenswerten Vermögenswerte aufgebaut werden. Wie auch? Meine Partnerin und ich stoßen schon zu zweit oft genug an unsere Grenzen …

Nach 5 Jahren in der Finanzbranche und 9 Monaten als Papa kristallisiert sich für mich eines ganz klar heraus:

Unser größter Schatz ist unsere Familie. Diesen langfristig zu bewahren, ist das Fundament für ein glückliches und finanziell unbeschwertes Leben.

 

Deine Fixkosten teilen sich durch zwei

Welchen immensen finanziellen Vorteil eine Partnerschaft mit sich bringt, merke ich jedes mal zum Monatswechsel, wenn ich die Wohnkosten nur anteilig überweise. Allein aus dieser Ersparnis kann ich mir auf lange Sicht ein kleines Vermögen aufbauen. Die 250 Euro, die ich Monat für Monat übrig habe, ergeben auf 30 Jahre gesehen und 6 Prozent Rendite ein Zielvermögen von knapp 250.000 Euro …

 

Herausforderungen können gemeinsam besser gemeistert werden

Ganz ehrlich? Ich habe keine Ahnung, wie alleinerziehende Mütter und Väter das hinbekommen … unser kleiner Mann ist ein 24-Stunden-Job. Schön, aber anstrengend. Es ist Gold wert, wenn man sich dabei gegenseitig unterstützen kann.

Nach fast jedem Essen gleichen Tisch und Boden einem Schlachtfeld. In einer funktionierenden Partnerschaft kann sich einer um die Beseitigung der Essensreste kümmern, während der andere den kleinen Mann ins Bett bringt. Ist man auf sich allein gestellt, legt man seinen Schatz ins Bett und darf anschließend in der Wohnung klar Schiff machen. Pause? Fehlanzeige.

Die Kinderaufsicht steht dabei stellvertretend für fast jede Herausforderung des Lebens. Nicht umsonst heißt es im Eheversprechen: In guten wie in schlechten Zeiten. Wenn es einmal nicht so läuft, hilft es, wenn dir jemand Trost spendet. Selbst die Wissenschaft ist sich mittlerweile sicher:

Ein intaktes soziales Umfeld ist ein Jungbrunnen und wirkt sich positiv auf deine Lebenserwartung aus.

 

Bricht ein Einkommen weg, kann der Partner die Folgen eindämmen

Niemand ist vor Unfällen und Krankheiten sicher. Im Falle das Falles können einem der Partner, Freunde und Familie nicht nur emotionalen Trost spenden, sondern auch finanzielle Unterstützung leisten.

Ein intaktes Umfeld ist bei finanziellen Notlagen mindestens genauso wichtig wie eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung.

 

Das Lächeln deines Partners hat Priorität

Dein soziales Umfeld ist dein größtes Kapital und hat deine volle Aufmerksamkeit verdient. Ein Umstand, an den ich mich selbst jeden Tag erinnere …

Ich liebe meine Arbeit – und das 24 Stunden am Tag. Groß ist die Versuchung, falsche Prioritäten zu setzen und die Familie zu vernachlässigen. Dabei ist es meine Partnerin, die mir aktuell den Rücken freihält, damit ich meiner Leidenschaft nachgehen kann. Da ist es das Mindeste, dass ich alles dafür tue, dass sie glücklich ist:

Ihr Lächeln hat Priorität.

Wenn ich dafür ein oder zwei Stunden weniger im Büro bin oder mal einen Tag komplett frei mache, ist das deutlich sinnvoller als ein paar Euro mehr zu verdienen. Nichts ist schöner, als nach Hause zu kommen und von lächelnden Gesichtern empfangen zu werden. Kein Geld der Welt kann das aufwiegen.

Das größte Glück ist, andere glücklich zu machen.

Zu oft habe ich Geschichten gehört, bei dem der volle Fokus auf die Arbeit gelegt und die Familie vergessen wurde. Irgendwann folgt zwangsläufig die Trennung. Neben dem emotionalen Schaden ist dann auch der finanzielle Verlust enorm. Bekanntermaßen gibt es wenig, was teurer ist als eine Scheidung.

Die „Investition“ in das eigene Umfeld lohnt sich nicht nur emotional, sondern auch finanziell.

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Dein Finanzkoch
Christoph Geiler

Portrait vom Autor dieses Artikels
Über Christoph Geiler

Als Finanzberater bin ich auf die Themen Finanzplanung, Geldanlage und Altersvorsorge spezialisiert. Als Finanzkoch bin ich konzeptionell tätig und erstelle Inhalte. In meiner Freizeit schwinge ich gern den Kochlöffel, treibe Sport und spiele mit meinem Sohn.