3 Jahre Finanzküche – Bin ich käuflich?


3 Jahre Finanzküche

Happy Birthday Finanzküche. Jetzt sind es bereits 3 Jahre.

3 Jahre, in denen viel passiert ist. Das Projekt Finanzküche bin ich nahezu parallel zu meiner Existenzgründung angegangen. Der Geburtstag der Finanzküche (19. März) ist damit nicht nur ein Tag, an dem ich an die Blogentwicklung denke, sondern an die Entwicklung meines Lebens generell.

Vor 3 Jahren stand ich bei Null. Ich hatte weder Ausbildung und Zulassung, noch hatte ich Mandanten.

Heute habe ich 3 Abschlüsse und Mandanten, mit denen es einfach Spaß macht, zu arbeiten. Der vierte Abschluss wird dieses Jahr folgen und wenn es weiterläuft wie bisher, werden sich die Umsätze im Vergleich zum letzten Jahr verdreifachen.

Das ist aber nicht die wichtigste Entwicklung in meinem Leben. Gestern hatte ich einen nahezu perfekten Tag. Die Sonne schien und der Winter hat sich (hoffentlich) endgültig verabschiedet. Wir haben den Tag genutzt, um so viel Zeit wie möglich draußen zu verbringen. Unser Sohn hat es genossen. Er ist so weit gekrabbelt wie noch nie zuvor und hat bei der Gelegenheit das Laufen für sich entdeckt. Zu sehen, wie unser kleiner Mann die Welt erkundet, ist pures Glück. Dafür lohnt sich jede Anstrengung.

 

Vermögensaufbau mit Kind ist ungleich schwieriger

Eins vorab: Jede Situation ist anders.

Paare die bereits voll im Saft stehen und einen ordentlichen Anspruch auf Elterngeld haben, werden die Kosten, die ein Kind verursacht, anders einschätzen.

Ehrlich gesagt, hat uns unser Sohn an die finanzielle Belastungsgrenze gebracht. Meine Partnerin hat als Studentin mit Midijob nur einen geringen Anspruch auf Elterngeld gehabt und mittlerweile bezieht sie gar kein Einkommen mehr. Eine zusätzliche zeitliche Belastung für meine Partnerin neben Kind und Studium vermeiden wir, da es den Abschluss weiter verschieben würde. Zudem warten wir mit einer externen Kinderbetreuung, bis sich unser kleiner Mann klar artikulieren kann.

Erschwerend kommt hinzu, dass ich bis Ende letztens Jahres selbst noch eine Weiterbildung absolviert habe, die mich neben Zeit auch Geld gekostet hat.

Mehr als einmal habe ich mich letztes Jahr gefragt, ob das alles gut geht. Kein schönes Gefühl.

Unser Motto hieß erst einmal: Irgendwie überleben.

An Vermögensaufbau war nicht zu denken.

Durch die positive Geschäftsentwicklung sieht es heute etwas entspannter aus. Trotzdem werde ich noch für einige Zeit Alleinverdiener sein. Das macht sich im Budget deutlich bemerkbar.

Der größte Kostenreiber sind die Opportunitätskosten, die mit der Kinderbetreuung durch meine Partnerin einhergehen. Unseren kleinen Mann mit knapp über einem Jahr wegzugeben, fühlt sich für uns nicht richtig an.

Im Vergleich zu den Opportunitätskosten sind die direkten Ausgaben für unseren Sohn bisher unbedeutend.

 

Die wichtigste Erkenntnis der letzten 3 Jahre

Trotzdem würde ich alles wieder so machen. Was für mich zählt, ist, dass wir glücklich sind. Zu oft leben wir, als ob wir unsterblich sind.

Das sind wir nicht.

Seit geraumer Zeit bin ich dazu übergegangen, wichtige Dinge sofort umzusetzen. Vater zu werden und mich selbständig zu machen, waren zwei davon. Und wenn ich schaue, wohin es mich geführt hat, waren beide Entscheidungen goldrichtig.

Dabei ist meine wichtigste Erkenntnis, dass du ohne dein Umfeld nichts bist. So viele Menschen haben geholfen …

  • Thomas hat mich mietfrei in sein Büro aufgenommen
  • Der Vater meiner Freundin hat uns ein Auto geschenkt, obwohl wir uns dagegen gesträubt haben
  • Ein guter Freund hat mir ein Darlehen verschafft, als es notwendig war
  • Markus hat mir erst kürzlich den Kontakt zu einer Koryphäe im Bereich Offpage-Optimierung vermittelt, was mir völlig neue Möglichkeiten eröffnet
  • Meine Freundin hält mir immer wieder den Rücken frei …

Das werde ich nie vergessen. Allein wäre ich grandios gescheitert.

 

Bin ich käuflich? Mein Kollege fragt, ich antworte

Zum Schluss möchte ich noch auf ein Interview aufmerksam machen, dass mein Kollege Thomas Krosse mit mir geführt hat.

Bereits vor einiger Zeit hat er den Vorschlag gemacht, mich zu interviewen. Nach etwas Bedenkzeit habe ich zugestimmt. Du erfährst unter anderem, welche Ziele ich mit der Finanzküche habe, welcher meiner Artikel mir negativ in Erinnerung geblieben ist und ab welchem Angebot ich ins Angestelltenverhältnis wechseln würde.

Zur Vorwarnung: Bei der zweiten Frage von Thomas geht meine Antwort völlig am Thema vorbei. Das kommt dabei raus, wenn man den anderen zu gut kennt und glaubt zu wissen, was er fragen möchte, obwohl er etwas ganz anderes fragt …

In diesem Sinne:

Viel Spaß beim Podcast und auf drei weitere Jahre Finanzküche.

Shownotes:

 

Die wichtigsten Inhalte:

  • Ab 100.000 € p.a. aufwärts würde ich für einen begrenzten Zeitraum über ein Angestelltenverhältnis nachdenken
  • Ich habe mich selbst beraten lassen, um mir Feedback von einem Dritten einzuholen
  • Konkrete Ziele für die Finanzküche zu formulieren, fällt mir schwer
  • Ich arbeite in der Finanzbranche, um sie positiv zu verändern

 

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Betreff: Finanzküche

Dein Finanzkoch
Christoph Geiler

Portrait vom Autor dieses Artikels
Über Christoph Geiler

Als Finanzberater bin ich auf die Themen Finanzplanung, Geldanlage und Altersvorsorge spezialisiert. Als Finanzkoch bin ich konzeptionell tätig und erstelle Inhalte. In meiner Freizeit schwinge ich gern den Kochlöffel, treibe Sport und spiele mit meinem Sohn.