Die Familie ist unser größtes Kapital

Die Idee für diesen Artikel habe ich schon lange mit mir herumgetragen. Dabei erschien mir das Thema derart selbstverständlich, dass ich es nie umgesetzt habe.
Als ich dann vor einigen Wochen bei Nico von Finanzglück zu Besuch war, kamen wir auf die Thematik zu sprechen und verschiedene Beispiele zeigten:

Die Familie als größtes Kapital zu verstehen, ist nicht selbstverständlich.

Und so gab mir Nico den finalen Schubs, diesen Artikel zu Papier zu bringen.



Die Familie ist unser größtes Kapital


Die Familie ist unser größtes Kapital

Mit zwei Einkommen lebt es sich entspannter

In meinen Beratungsgesprächen sehe ich es wieder und wieder:

Die Ruhestandsphase finanziell zu stemmen, ist oftmals eine Herkulesaufgabe. Von einer wie auch immer gearteten vorzeitigen finanziellen Freiheit können viele nur träumen.

Und doch …

In den meisten Fällen findet sich eine Lösung. Dabei haben es Ehepaare deutlich leichter, als Alleinstehende. Mit zwei Einkommen lebt es sich einfach entspannter – das gilt auch im Ruhestand. Selbst wenn später einmal das Unvermeidliche passiert und ein Partner stirbt, hinterlässt er dem anderen meist eine Witwen- oder Witwerrente.

Für Alleinstehende ist die finanzielle Situation oft deutlich angespannter. Gerade wenn alleine ein Kind großgezogen wird, können in 90 Prozent der Fälle keine nennenswerten Vermögenswerte aufgebaut werden. Wie auch? Meine Partnerin und ich stoßen schon zu zweit oft genug an unsere Grenzen …

Nach 5 Jahren in der Finanzbranche und 9 Monaten als Papa kristallisiert sich für mich eines ganz klar heraus:

Unser größter Schatz ist unsere Familie. Diesen langfristig zu bewahren, ist das Fundament für ein glückliches und finanziell unbeschwertes Leben.

 

Deine Fixkosten teilen sich durch zwei

Welchen immensen finanziellen Vorteil eine Partnerschaft mit sich bringt, merke ich jedes mal zum Monatswechsel, wenn ich die Wohnkosten nur anteilig überweise. Allein aus dieser Ersparnis kann ich mir auf lange Sicht ein kleines Vermögen aufbauen. Die 250 Euro, die ich Monat für Monat übrig habe, ergeben auf 30 Jahre gesehen und 6 Prozent Rendite ein Zielvermögen von knapp 250.000 Euro …

 

Herausforderungen können gemeinsam besser gemeistert werden

Ganz ehrlich? Ich habe keine Ahnung, wie alleinerziehende Mütter und Väter das hinbekommen … unser kleiner Mann ist ein 24-Stunden-Job. Schön, aber anstrengend. Es ist Gold wert, wenn man sich dabei gegenseitig unterstützen kann.

Nach fast jedem Essen gleichen Tisch und Boden einem Schlachtfeld. In einer funktionierenden Partnerschaft kann sich einer um die Beseitigung der Essensreste kümmern, während der andere den kleinen Mann ins Bett bringt. Ist man auf sich allein gestellt, legt man seinen Schatz ins Bett und darf anschließend in der Wohnung klar Schiff machen. Pause? Fehlanzeige.

Die Kinderaufsicht steht dabei stellvertretend für fast jede Herausforderung des Lebens. Nicht umsonst heißt es im Eheversprechen: In guten wie in schlechten Zeiten. Wenn es einmal nicht so läuft, hilft es, wenn dir jemand Trost spendet. Selbst die Wissenschaft ist sich mittlerweile sicher:

Ein intaktes soziales Umfeld ist ein Jungbrunnen und wirkt sich positiv auf deine Lebenserwartung aus.

 

Bricht ein Einkommen weg, kann der Partner die Folgen eindämmen

Niemand ist vor Unfällen und Krankheiten sicher. Im Falle das Falles können einem der Partner, Freunde und Familie nicht nur emotionalen Trost spenden, sondern auch finanzielle Unterstützung leisten.

Ein intaktes Umfeld ist bei finanziellen Notlagen mindestens genauso wichtig wie eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung.

 

Das Lächeln deines Partners hat Priorität

Dein soziales Umfeld ist dein größtes Kapital und hat deine volle Aufmerksamkeit verdient. Ein Umstand, an den ich mich selbst jeden Tag erinnere …

Ich liebe meine Arbeit – und das 24 Stunden am Tag. Groß ist die Versuchung, falsche Prioritäten zu setzen und die Familie zu vernachlässigen. Dabei ist es meine Partnerin, die mir aktuell den Rücken freihält, damit ich meiner Leidenschaft nachgehen kann. Da ist es das Mindeste, dass ich alles dafür tue, dass sie glücklich ist:

Ihr Lächeln hat Priorität.

Wenn ich dafür ein oder zwei Stunden weniger im Büro bin oder mal einen Tag komplett frei mache, ist das deutlich sinnvoller als ein paar Euro mehr zu verdienen. Nichts ist schöner, als nach Hause zu kommen und von lächelnden Gesichtern empfangen zu werden. Kein Geld der Welt kann das aufwiegen.

Das größte Glück ist, andere glücklich zu machen.

Zu oft habe ich Geschichten gehört, bei dem der volle Fokus auf die Arbeit gelegt und die Familie vergessen wurde. Irgendwann folgt zwangsläufig die Trennung. Neben dem emotionalen Schaden ist dann auch der finanzielle Verlust enorm. Bekanntermaßen gibt es wenig, was teurer ist als eine Scheidung.

Die „Investition“ in das eigene Umfeld lohnt sich nicht nur emotional, sondern auch finanziell.

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Dein Finanzkoch
Christoph Geiler

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Kommentare

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4 Kommentare

  1. Nico
    Reply November 09, 17:15 #1 Nico

    Moin Christoph,

    zunächst mal freut es mich, dass der Abend bei uns Zuhause Dich auch für Deinen Blog-Beitrag inspiriert hat! Es war wirklich nett. Gerne wieder.

    Ich kann Deinen Worten voll zustimmen. Gemeinsam kann man auch die finanziellen Herausforderungen besser wuppen. Wir haben auch tatsächlich die BU von Frau Finanzglück gestoppt. Ihre BU bin ich. Wenn mir etwas zustößt greift meine BU… oder die Risikolebensversicherung… (plus Immobilien und ETF-Portfolio). Mein Ziel ist es in einigen Jahren meine Zeit als abhängiger Beschäftigter zu beenden. Frau Finanzglück will wieder durchstarten, zumindest auf Teilzeitbasis. Gemeinsam können wir die Finanzen viel besser abstimmen und jeder kann sich eher verwirklichen.

    Auf den Einfluss von den Lütschen auf mein Glücksgefühl will ich gar nicht groß eingehen. Das ist einfach ein Level, dass ich vorher noch nicht erlebt habe. Egal wie groß auch (vermeintliche) Probleme sind – wenn Groschen sich an mich kuschelt, ist alles andere unwichtig und ich freue mich wie ein Schneekönig.

    Aber wir dürfen auch nicht vergessen, dass wir beide im Moment auf Wolke 7 schweben. Unsere Herzensdamen schauen uns noch verliebt an und die Kleinen sind in ihrer niedlichsten Phase. Es läuft! Götz hat wohl auch die andere Seite kennengelernt – und die kann sowohl finanziell als auch emotional verdammt schmerzhaft sein.

    Trotzdem ist es wert dieses Risiko zu nehmen. Auch für mich ist die Familie mein größtes Kapital.

    VG, nico

    • Finanzkoch
      Reply November 09, 21:01 Finanzkoch Author

      Hey Nico,

      danke noch einmal für die Gastfreundschaft. Das Vorlesen war mein Highlight des Frankfurt-Besuchs. Ich hoffe, dass es bald mal wieder passt.

      Zum Thema:
      Wir brauchen auch nur eine BU. Ohne Kind wäre die ganze Situation noch deutlich entspannter – aber auch trister … das Lächeln des kleinen Mannes kann kein Geld der Welt aufwiegen. In der Hinsicht schweben wir wohl wirklich auf Wolke 7.
      Ich erinnere mich an einen Kommentar (ich glaube es war unter deinem aktuellen Beitrag), der in die Richtung ging: Wenn ich noch einmal die Wahl hätte, würde ich keine Kinder bekommen …
      Das Leben kann einem schon übel mitspielen. Aber wie du bereits gesagt hast:

      Das Risiko ist es wert.

      Herzliche Grüße aus Leipzig
      Christoph

  2. Götz
    Reply November 09, 15:12 #2 Götz

    Moin Christoph,

    als (fast) alleinerziehender Vater sehe ich es genau umgekehrt:

    – Für mich ist es nach der Ehe wesentlich einfacher geworden, Vermögen aufzubauen.
    – Entgegen der allgemeinen Annahme, dass Kinder viel Geld kosten (müssen), ist dem nicht so. Nico hat dazu in seinem letzten Beitrag Einiges geschrieben, dass ich so unterschreiben kann.
    – Dass sich die Fixkosten in einer Partnerschaft tatsächlich komplett halbieren, halte ich für ein Gerücht. Ich würde eher sagen, die „gestiegenen“ Fixkosten verringern sich etwas.
    – Sollte mir das Einkommen zwischenzeitlich wegbrechen, dann überbrücke ich diese Zeit notfalls durch aufgebaute Rücklagen. Genau dafür sind sie da.

    Was Du hier schreibst, gilt sicherlich für die Zeit in der die Kinder noch sehr klein sind. Hier steht man als Alleinerziehender tatsächlich vor enormen Herausforderungen und ist auf die Unterstützung eines Partners angewiesen. Ab einem gewissen Alter der Kinder relativiert sich das aber wieder. Von daher kann ich das Gejammer vieler alleinerziehender Mütter nicht nachvollziehen. In vielen Fällen sind die Ursachen von Problemen nicht beim fehlenden Partner zu suchen, sondern beim (eigenen) Einkommen und den (eigenen) Konsumgewohnheiten.

    Um meine Einstellung mal auf den Punkt zu bringen: Nicht mit „zwei Einkommen“ lebt es sich entspannter, sondern mit „finanzieller Bildung“ und der Akzeptanz und Übernahme von Eigenverantwortung.

    Viele Grüße
    Götz

    • Finanzkoch
      Reply November 09, 20:49 Finanzkoch Author

      Hallo Götz,

      danke für den anderen Blickwinkel. Ich denke, mein Beitrag ist nur zutreffend, wenn beide Partner das Leben des jeweils anderen ein Stück besser machen. Wenn man merkt, dass es nicht (mehr) passt, muss man die Konsequenzen ziehen – das kann dann befreiend wirken.

      Meine Erfahrung ist allerdings, dass wenn die Beziehung läuft, auch finanzielle Herausforderungen besser gemeistert werden. Das Thema Finanzen steht bei vielen leider erst spät auf der Agenda, sodass der Zins kaum noch Kraft entfalten kann. Und dann gibt es meist nur zwei Rettungen:
      1. Erbe
      2. Mit zwei gesetzlichen Renten plus einem spät gestarteten Sparplan geht es auch immer noch irgendwie. Wenn auch nicht mit dem gewohnten Lebensstandard … wenn der Partner in dieser Konstellation fehlt, läuft es ansonsten auf Grundsicherung hinaus
      –> mit frühzeitiger finanzieller Bildung und Eigenverantwortung, wie von dir angesprochen, lassen sich solche Probleme natürlich im Idealfall vermeiden.

      Herzliche Grüße aus Leipzig (und Respekt für der Leistung als (fast) alleinerziehender Papa)
      Christoph

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