Darf ich mit meinem Blog Geld verdienen?

Für Blogger steht das Thema „Monetarisierung“ fast zwangsläufig irgendwann auf der Agenda. Im Beitrag spreche ich über meine Gedanken zum Thema und was ich in dieser Hinsicht für die Finanzküche geplant habe. Der Beitrag ist Teil der Blogparade von Dominik vom Blog Finanziell Frei mit 30.

Wie immer findest du die Podcast-Folge hier auch in Textform. Ist es okay für dich, wenn Blogs monetarisiert werden? Lass es mich wissen.



Darf ich mit meinem Blog Geld verdienen?


Shownotes:

Die wichtigsten Inhalte:

  • Natürlich dürfen Blogger Geld verdienen
  • Entscheidend ist Transparenz

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Die Episode zum Nachlesen

Darf ich mit meinem Blog Geld verdienen?

Einleitung

Herzlich willkommen zum Finanzküche Podcast. Ich bin Christoph Geiler und freue mich, dass du mit dabei bist. Das Thema heute tanzt etwas aus der Reihe. Es geht um die Monetarisierung von Blogs und zwar im Speziellen um die Frage:

Ist es okay, wenn Blogger ihren Blog monetarisieren?

Der Beitrag ist Bestandteil der Blogparade von Dominik. Dominik betreibt den Blog Finanziell Frei mit 30 und hat beobachtet, dass andere Blogger teilweise negatives Feedback bekommen haben, wenn sie ihren Blog monetarisiert haben. Zudem hat er selber schlechte Erfahrung gemacht.

Lange Rede, kurzer Sinn:

Das Thema passt mir hervorragend, weil ich mich selber gerade damit beschäftige.

 

Geld verdienen mit dem eigenen Blog

Meine grundsätzliche Meinung ist, dass es völlig okay ist, wenn jemand mit seinem Blog Geld verdient. In guten Beiträgen steckt jede Menge Arbeit. Eine längere Podcast-Episode mit Transkription kann gut und gerne einen kompletten Tag beanspruchen. Die Aufnahme sitzt in den seltensten Fällen beim ersten Versuch. Dann wird geschnitten, Nebengeräusche entfernt und Kapitelmarken gesetzt. Im Anschluss wird die Folge hochgeladen und in Textform gebracht.

Die Audiodatei lasse ich mittlerweile automatisch von einem Programm in Text übersetzen. Das spart einiges an Zeit, ist aber nicht umsonst. Zudem ist das Ergebnis weit entfernt von jeder Perfektion und bedarf einer gründlichen Überarbeitung. Nach der Überarbeitung veröffentliche ich den Beitrag auf der Finanzküche. Wenn im Vorfeld Recherchearbeit anfällt, ist der Aufwand noch höher.

Bei der Transkription spiele ich mit dem Gedanken, den Vorgang komplett auszulagern. Die Entlastung wäre enorm. Deswegen ist auch das Thema Monetarisierung der Finanzküche etwas, dass mich beschäftigt. Es wäre schlicht ruinös, nicht darüber nachzudenken – vor allem da ich immer mehr laufende Kosten habe.

Bisher habe ich noch keinen Cent mit der Finanzküche verdient – jedenfalls nicht direkt. Indirekt profitiere ich von Kundenanfragen, was sich allerdings in Grenzen hält. Deutlich mehr Aufträge generiere ich mit meiner Homepage, mit der ich direkt in Leipzig und Umgebung Mandanten für mich Gewinne.

 

Transparenz ist entscheidend

Klar ist, dass die Monetarisierung eines Blogs absolut transparent ablaufen muss. Gerade als Finanzblogger ist Glaubwürdigkeit entscheidend.

Gekaufte Beiträge und Links, die nicht als solche gekennzeichnet sind, sind tabu – ganz abgesehen davon, dass es den rechtlichen Rahmen sprengt.

Der Anreiz ist hoch, zu verschweigen, dass du für einen Artikel Geld erhalten hast. Aus naheliegenden Gründen sind Unternehmen erpicht darauf, dass Werbung nicht wie Werbung aussieht …

Und wenn dir jemand für nicht gekennzeichnete Werbung das doppelte zahlt, ist das Verlangen groß, einer solchen „Bitte“ nachzukommen.

Da allerdings vom Gesetzgeber klar vorgeschrieben ist, dass Werbung als Werbung zu erkennen sein muss, sollte man das auch so umsetzen – ganz abgesehen von der moralischen Komponente.

Wenn ein Blogger mit dem Thema Monetarisierung transparent umgeht und den Bogen nicht überspannt, gibt es daran nichts auszusetzen. Wer als Leser, Hörer oder Zuschauer damit nicht klarkommt, muss sich gegebenenfalls einen anderen Blog suchen.

Wie bereits erwähnt, bedeutet ein gut geführter Blog tonnenweise Arbeit. Langfristig funktioniert das für die meisten Blogger nur, wenn sie für diese Arbeit irgendwann eine wie auch immer gestaltete Gegenleistung bekommen.

 

Wie ich die Finanzküche monetarisiere

Die Monetarisierung der Finanzküche steht bei mir für dieses Jahr auf der Agenda. Wenn du seit Anfang an dabei bist, wirst du dich vielleicht erinnern, dass ich mir längst vorgenommen habe, ein Buch zu schreiben. Dieses Jahr soll es endlich soweit sein. Ich starte gerade mit der Recherche und hoffe, dass ich meinen kleinen Traum dieses Jahr umgesetzt bekomme.

Da ich das Buch auch in gedruckter Form veröffentlichen möchte, wird es Geld kosten. Übermäßige finanzielle Erwartungen habe ich dabei nicht. Die wenigsten Blogger erwirtschaften mit ihrer Arbeit signifikante Erträge.

Neben dem Buch experimentiere ich mit Affiliate-Marketing. Bis auf die Buchempfehlung an der Seite hast du als regelmäßiger Leser davon vermutlich noch nichts mitbekommen. Bisher beschränken sich die Links auf ältere Artikel, die gut bei Google ranken.

Eine weitere Überlegung ist, dass ich mir für die Finanzküche einen Sponsor suche. Hier besteht allerdings die Herausforderung, die eigene Unabhängigkeit zu bewahren …

 

Warum ich die Finanzküche monetarisiere

Sinn und Zweck der geplanten Monetarisierung ist, dass ich zumindest die mit der Finanzküche zusammenhängenden Kosten herausbekomme. Wenn darüber hinaus noch etwas übrigbleibt, wäre das ein schöner Bonus.

Mittlerweile steckt in der Finanzküche so viel Arbeit, das es ökonomischer Selbstmord wäre, wenn ich das Thema Geld verdienen mit dem Blog ausblende. Die Folge wäre, dass ich die Arbeit an der Finanzküche auf ein Minimum zurückfahren müsste, um mich nur noch auf meine Kernthemen (der Finanzberatung für Privatpersonen) zu konzentrieren.

 

Geld verdienen als Blogger: Was denkst du darüber?

Jetzt interessiert mich natürlich, wie du das Thema „Monetarisierung von Blogs“ siehst. Ist es okay für dich, wenn Blogger mit ihrer Arbeit Geld verdienen oder ist das ein No-Go? Welche Form der Monetarisierung bevorzugst du und was nervt dich?

Ist dir Werbung von Dritten oder die Vermarktung von eigenen Produkten lieber? Würdest du vielleicht sogar sagen: „Okay, ich unterstütze den Blogger meiner Wahl direkt mit Summe X im Monat“?

Schreib mir deine Meinung in die Kommentare oder schick mir eine Mail. Ich würde mich freuen.

Jetzt verabschiede ich mich erst einmal und wünsche dir alles Gute. Bis zur nächsten Folge.

Dein Finanzkoch
Christoph Geiler

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Kommentare

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2 Kommentare

  1. Anna (Finance & Philanthropy)
    Reply Januar 31, 17:13 #1 Anna (Finance & Philanthropy)

    Hey Christoph,

    ich finde es gut, dass du das in Erwägung ziehst und bin schon sehr gespannt auf das Buch. Mein Blog ist zwar noch ganz jung, nicht mal zwei Monate alt, aber ich stelle auch schon erschreckend fest, dass so ein Artikel schon längere Zeit in Anspruch nimmt. Bisher habe ich 30€ für das Logo ausgegeben, 0€ eingenommen und werde nur noch Inhalte verarbeiten, über die ich sowieso nachdenke und die ich dann durch Aufschreiben verarbeite. Das bietet sowohl einen Mehrwert für die Leser als auch für mich.

    Mit „ökonomischer Selbstmord“ triffst du den Nagel wirklich auf den Kopf.

    Viele Grüße,
    Anna

    • Finanzkoch
      Reply Februar 02, 11:15 Finanzkoch Author

      Hallo Anna,

      mit 30 Euro bist du gut dabei. Mittlerweile habe ich eine gute 4-stellige Summe für die Finanzküche ausgegeben (technische Ausrüstung, Hostings, Websiteerstellung usw.). Ich verarbeite in 90 Prozent der Fälle ebenfalls nur Themen, mit denen ich mich eh beschäftige. Die Erstellung eines Beitrages hilft mir dann dabei, dass ganze noch einmal für mich aufzuarbeiten.

      Was das Buch angeht, bin ich auch gespannt auf das Ergebnis 🙂

      Liebe Grüße aus Leipzig
      Christoph