Zeit, mit Normen zu brechen und glücklich zu sein

Wie ein scheinbar unbedeutender Moment mein Leben veränderte …

Ich sitze in der Straßenbahn. Den Blick apathisch auf mein Smartphone gerichtet. Meine Finger manövriere ich geschickt durch die aktuellen Nachrichten. Nebenbei chatte ich bei Facebook. Unvermittelt hebe ich meinen Kopf und lasse den Blick schweifen.
Die Bahn ist voll. Doch Augenkontakt habe ich an diesem Morgen mit niemandem. Alle haben den Kopf gesenkt. Den Blick starr aufs Smartphone gerichtet. Glücklich sieht keiner aus …

An diesem Morgen auf dem Weg zur Uni wurde mir zum ersten mal klar:

Wenn dieses Leben der Gipfel der Schöpfung sein soll, dann möchte ich ins Tal zurück. Irgendwo zwischen dem ersten Entzünden eines Feuers, der Industriellen Revolution und dem Informationszeitalter ist etwas mächtig schief gelaufen … zumindest für mich.



Zeit, mit Normen zu brechen und glücklich zu sein


Hand aufs Herz. Eigentlich wollen wir nur eins:

Glücklich sein.

Als ich noch klein war, haben mich die einfachsten Dinge begeistert. Knisterndes Geschenkpapier, Bauklötzchen, ein Schlüsselbund oder ein Brummkreisel. Die Welt war so unheimlich groß – und ich so klein. Es gab so viel zu entdecken!

Im Schlaf habe ich die wildesten Dinge geträumt. Eines Nachts versteckte ich mich im Wandschrank meiner Oma, während draußen der böse Wolf seine Kreise zog. Ich hatte ganz schön schiss … Frühs bin ich dann wohlbehalten aufgewacht und die Welt war wieder in Ordnung. Selbst im Schlaf erlebte ich die tollsten Abenteuer!

Dann begann für mich die Schule. Früh raus aus den Federn und ab auf die Schulbank. Den halben Tag still sitzen. Die Welt gab es jetzt vermehrt an der Tafel und in Schulbüchern zu entdecken. Ganz ehrlich … 80 Prozent der Zeit langweilte ich mich zu Tode. Die reinste Qual. Logisch, dass mein Entdeckungsdrang mit der Zeit einschlief. So ging es ganze 12 Jahre lang. Je älter ich wurde, umso weniger Zeit hatte ich für alles, was mir Spaß machte.

 

Die Odyssee durch die Hörsäle

Nach dem Abi kam ich auf die bescheuerte Idee mich an der Uni einzuschreiben. Das machte man eben so. Dabei hatte mir schon der Schulunterricht keinen Spaß gemacht. Wenig überraschend änderte sich das an der Uni nicht. Zunächst dachte ich, ich hätte den falschen Studiengang gewählt und wechselte.

Heute weiß ich, ich steckte im falschen Bildungssystem fest.

Aus Biologie wurde Energie- und Umwelttechnik. Damit war der Wahnsinn aber noch nicht vorbei. Nach zwei Semestern machte sich erneut Ernüchterung bei mir breit …

So nahm ich die plötzliche Trennung von meiner damaligen Freundin zum Anlass, ein zweites Mal den Studiengang zu wechseln.

Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.
– Albert Einstein

Wenn es nach dem guten alten Einstein geht, war ich ein Wahnsinniger. Aus heutiger Sicht gebe ich ihm recht. Damals sah ich das anders. Die Leidenschaft würde mich schon packen. Wirtschaft war schließlich genau mein Ding! Seit Jahren beschäftigte ich mich bereits mit Aktien. Was sollte da noch schief gehen?

Müßig zu erwähnen, dass mich die Leidenschaft nicht gepackt hat. Schulbänke und Hörsäle sind nichts für mich …

Und doch wurde meine Hartnäckigkeit belohnt. Bei einer Mathevorlesung lernte ich meine Freundin kennen und sammelte erste Erfahrungen in der Finanzbranche. Mein heutiger Lebensweg begann sich abzuzeichnen. Einstein hat anscheinend vergessen zu erwähnen, dass auch ein Wahnsinniger ans Ziel kommen kann.

 

Zeit, Normen zu brechen

Dann kam der Tag in der Straßenbahn und mir wurde bewusst, dass ich die vorgegebenen Pfade verlassen musste. Hättest du mich davor gefragt, was ich mir vom Leben erwarte, ich hätte geantwortet:

Einen gut bezahlten Job, hübsche Frau, tolles Auto und eine fette Hütte.

Alles drehte sich ums Geld. Ich wollte andere Menschen beeindrucken. Selbst die Frau klang in dieser Aufzählung wie ein Statussymbol. Getreu dem Motto:

Ich kaufe Dinge, die ich nicht brauche, mit Geld, welches ich nicht habe, um Leute zu beeindrucken, die ich nicht mag.

Und das sollte mich glücklich machen? Höchste Zeit, umzudenken. Ich wollte wieder Freude an den kleinen Dingen im Leben haben. Nach und nach stellte ich einiges auf den Prüfstand. Bis heute bin ich damit nicht fertig.

In einem ersten Schritt habe ich dem Strukturvertrieb, bei dem ich damals arbeitete, den Rücken gekehrt. Ich machte mich selbständig. Die Entscheidung fiel mir nicht leicht. Von jetzt auf gleich brach der Kontakt zu einer Gruppe von Menschen ab, mit denen ich mich gut verstand. Doch lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende …

Im nächsten Schritt gründete ich die Finanzküche. Hier konnte und kann ich meine drei Leidenschaften

  • Schreiben
  • Kochen
  • und Finanzen

verbinden.

 

Zeit, glücklich zu sein

Ein gut bezahlter Job, tolle Autos, ein fettes Haus – all das nützt mir nichts. Diese Dinge wollte ich nur, um andere Menschen zu beeindrucken. Zufrieden wäre ich durch sie nicht geworden. Im Gegenteil, auf der Suche nach ihnen, habe ich Wichtigeres aus den Augen verloren.

Viel bedeutender als das Streben nach materiellen Zielen, ist es für mich heute auf meinem Weg durch das Leben glücklich zu sein. Ich möchte meine Arbeit genießen und nicht nur den Verdienst aus ihr.

In der Vergangenheit habe ich mich zu sehr auf eine Zukunft konzentriert, die vielleicht niemals eingetreten wäre. Noch heute habe ich Probleme das Hier und Jetzt zu genießen. Dem Hier und Jetzt muss sich auch meine Geldanlage unterordnen. Seit einigen Monaten habe ich keinen Cent mehr investiert. Jeder verfügbare Euro fließt in meine berufliche Weiterentwicklung. Geld in ein fremdes Unternehmen zu investieren, während ich ein eigenes aufbaue, macht aus meiner Sicht keinen Sinn …

 

Die Gegenwart

Der Anfang ist gemacht. Während ich diese Zeilen schreibe, bin ich zufrieden. Wenig von dem, was ich heute mache, dient dazu, anderen Menschen zu gefallen – für mich die bisher größte Leistung. Ob ich dabei „erfolgreich“ und „vermögend“ werde? Wer weiß das schon …

Alles, was ich weiß, ist, dass es mir heute wieder Spaß macht zu Lernen. Ich gehe wieder gerne auf Arbeit und genieße die Zeit mit meiner Familie.

Stück für Stück werde ich zufrieden auf meinem Weg – auch wenn es noch ein weiter ist. Die alten Ziele rücken dabei immer weiter in den Hintergrund. Das neue Ziel ist sowieso ein anderes:

Ich will glücklich sein.

Was ist dein Ziel?

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Dein Finanzkoch
Christoph Geiler

Bildquelle: © donvanstaden – fotolia

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29 Kommentare

  1. Zinskraft
    Reply April 08, 18:23 #1 Zinskraft

    Hallo Christoph,

    ein wirklich schöner Artikel, der auch interessante Einblicke in deinen Werdegang liefert.
    Ich persönlich bin erst seit genau einem Jahr in meinem ersten festen Job (davor Bachelor & Master gemacht) und ich könnte mir keinen besseren Job vorstellen:
    Die Kollegen sind absolut nett, es herrscht kein Druck und kein Stress (Verwaltung) und mein neuer Zimmerkollege ist sogar dermaßen mit mir auf einer Wellenlänge, dass wir bereits
    echte Freunde geworden sind. Auch der Inhalt der Arbeit ist für mich nicht uninteressant, da relativ abwechslungsreich.

    Und trotzdem ist mir bereits jetzt klar, dass ich nicht die nächsten 40 Jahre an 5 Tagen à 8 Stunden in der Woche in einem Büro sitzen möchte.
    So gut es mir dort auch gefällt, ich finde, dass ein 40 Stunden Job schlichtweg zu viel Zeit frisst. Das klingt für viele ungewöhnlich, da eine 40-Stunden-Woche nun Mal der „normale Weg“ ist.
    Für mich kann ich mir langfristig sehr gut vorstellen, 3 Tage die Woche zu arbeiten (gerne in meinem jetzigen Job), da ich Routinen, Alltag und Gewohnheiten im Grunde schon mag.
    Die restlichen 4 Tage in der Woche möchte ich aber frei zur Verfügung haben: Sinnieren, Ausflüge machen, Blogartikel schreiben, die Natur genießen und vor allem: antizyklisch agieren (z.B. Ausflüge am Montag machen, da dann nicht alles überfüllt ist).

    Im Moment denke ich, dass mich diese Vorgehensweise langfristig am glücklichsten machen würde. Aber das kann sich mit der Zeit natürlich ändern. Schau mer mal 😉

    Gruß
    Martin

    • Finanzkoch
      Reply April 09, 07:58 Finanzkoch Author

      Hallo Martin,

      danke für deine Gedanken. Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen, die du bei der Umsetzung deiner Vorstellungen machen wirst.
      Antizyklische Ausflüge/Urlaube usw. sind großartig. Ein Besuch im Zoo ist unter der Woche ein ganz anderes Erlebnis, als wenn man sich mit 5000 anderen Menschen am Sonntag um die besten Plätze streiten muss.

      Herzliche Grüße aus Leipzig
      Christoph

  2. PIBE350
    Reply Februar 18, 01:36 #2 PIBE350

    Ich lasse mein Mobiltelefon in den allermeisten Fällen zu Hause. Was stimmt mit mir nicht? 😉

  3. James Moellendorpf
    Reply Januar 19, 21:30 #3 James Moellendorpf

    Gründe eine Familie.

  4. Vercingetorix
    Reply Januar 18, 14:05 #4 Vercingetorix

    Hm ich bin jetzt 24 und merke auch das meine Arbeit nicht so recht passt. Ich muss auch sagen das ich es im Gegensatz zu meinen Kollegen sowohl in der Firma alls auch in der Branche gut erwischt habe aber irgendwie bin ich nicht zufrieden mit dem was ich tue. Ich habe aber das Problem das ich nicht genau weis was ich machen will. Ich noch dazu NUR eine Lehre abgeschlossen und da sind weitere Schritte auch nicht so leicht. Ich kann zwar von mir behaupten das ich schon was im Kopf habe und mir es auch egal wäre wenn mein Ziel mit verdienst Verzicht und viel Zeit Einsatz erreicht wird aber ich weis eben nicht WAS mein Ziel ist und irgendwas einfach mal ausprobieren traue ich mir auch nicht zu, da ich jetzt eben auch nicht umbedingt eine SCHLECHTE Arbeit habe im Gegensatz zu vielen anderen.
    Hm naja wird sich zeigen ob ich denn Schritt wage

    • Dummerchen
      Reply Januar 18, 15:36 Dummerchen

      Was ist mit Weiterbildung? Technikerschule o.ä.? Oder stimmt die komplette Richtung nicht? Mal über Stärken, Wünsche, Dinge, die Du unglaublich gut und gerne machst, usw. usf. nachgedacht?

      Ich verstehe sehr gut, dass Du nicht einfach so etwas neues ausprobieren willst – das ist nicht einfach und braucht Mut.

      Liebe Grüße
      Dummerchen

    • Finanzkoch
      Reply Januar 18, 16:30 Finanzkoch Author

      Hallo Vercingetorix,

      ich weis eben nicht WAS mein Ziel ist

      Das ging mir lange Zeit auch so. Hier kann ich nur einen Rat geben: Probiere dich aus!

      Du bist in einer gesicherten Position (abgeschlossene Ausbildung und anständiger Job). Es besteht keine Notwendigkeit sofort alles über den Haufen zu werfen. Schaue außerhalb deiner Arbeitszeit über den Tellerrand und sprich mit Menschen, die aus deiner Sicht einer interessanten Tätigkeit nachgehen. Wenn du herausgefunden hast, was du möchtest, kannst du schauen, wie du dort hinkommst.

      Wie Dummerchen bereits schrieb: Sich zu verändern, ist nicht einfach und braucht Mut.

      Egal wie lang der Weg wird, er beginnt mit einem ersten Schritt 😉

      Liebe Grüße
      Christoph

      • Vercingetorix
        Reply Januar 18, 17:36 Vercingetorix

        Meine Meinung ist ja wenn ich etwas gerne mache, mache ich das auch gut und wenn ich was gut mache dann werde ich früher oder später auch damit gutes Geld verdienen können und mich verkaufen können(egal ob als Selbstständiger oder als Arbeitnehmer)
        Über Stärken Wünsche etc. werde ich mir wohl noch einige Gedanken machen müssen
        Ob die Richtung stimmt naja teils teils stehe echt vor ein paar???? gerade im Sachen Berufsleben
        Das mit der Weiterbildung hab ich mir auch schon kurz durch den Kopf gehen lassen z.B. den Meister machen (bin Elektriker) ich habe bereits sehr gutes wissen in dem Bereich und der Meister wäre vermutlich kein Problem aber irgendwie frage ich mich was er mir wirklich bringen würde da der in wenigen Firmen auch bezahlt wird bzw. zu wenig dafür.(abgesehen das mein Wissen etwas mehr würde)
        Hätte auch kein Problem ein Studium zu beginnen aber da stellt sich wieder die Frage WAS, wobei ich viele Freunde haben die Studieren halt einfach mal und haben auch noch keine Ahnung was sie mal machen werden.
        Noch eine Frage zitieren aus anderen Beiträgen kann man das und wenn ja wie?

        PS bin Österreicher schreib das immer gerne dazu da wir sehr ähnlich wie Deutschland sind aber ebene in gewissen Bereichen doch sehr anders.(z.B. die Sache mit der ETF Besteuerung ist bei uns ein Stück leichter zum Glück)

        • Finanzkoch
          Reply Januar 18, 19:51 Finanzkoch Author

          Hallo Vercingetorix,

          das Zitieren ist leider mir vorbehalten. Die Funktionen funktionieren im öffentliche Bereich nicht. Keine Ahnung, ob das technisch anders lösbar ist …

          Das Wichtigste ist, dass du herausfindest, was dir Freude macht. Dann kannst du ja schauen, ob ein Studium Sinn macht.

          Mit einem Meister als Elektriker könntest du dich auch selbständig machen? Damit würden ganz neue Aufgaben auf dich zukommen … nur eine Idee.

          Liebe Grüße nach Österreich
          Christoph

    • Gerhard
      Reply Januar 18, 20:52 Gerhard

      Nur Lehre, das klingt jetzt aber sehr resignativ! Hast Du schon einmal daran gedacht auf dieses Fundament aufzubauen?
      Als langjähriger Kursleiter in der Weiterbildung ( zum Handwersmeister Sanitär-, Heizungs- u. Klimatechnik) kann ich Dir nur zuraten Dich ausführlich über diese Möglichkeiten zu informieren.

      Für diesen „zweiten Bildungsweg“ brauchst Du vor allem Durchhaltevermögen und den unbedingten Willen zum Weiterlernen. Es ist gewiss kein Zufall, dass auch genau diese Eigenschaften nötig sind, um das Ziel der finanziellen Unabhängigkeit zu erreichen.

      In den Kursen, die ich betreue handelt es sich um Teilzeitkurse. Das bedeutet: Du arbeitest weiter in Deinem Beruf und am Wochenende besuchst Du die Weiterbildungskurse. Das ist eine ziemliche Strapaze (das will ich nicht verschweigen). Hat aber den Vorteil, dass Du fast keine finanziellen Einbußen hast. Für die Kurs- und Prüfungsgebühren bekommst Du Unterstützung (Meisterbafög).

      Also denk darüber nach und trau Dir was zu!

      Grüße

      Gerhard

  5. Michael (Blog von John Doe)
    Reply Januar 17, 22:21 #5 Michael (Blog von John Doe)

    Hallo Finanzkoch,

    Danke für deinen Beitrag, ich lese gerne solche autobiographische Texte, deiner kommt sehr authentisch und ehrlich bei mir an, mein Kompliment!

    Mein Ziel ist es Millionär zu werden! Ich weiss das klingt sehr oberflächlich und unreif, dennoch breche ich mit dieser Aussage Normen, wer gibt schon öffentlich zu, dass er sein Glück im finanziellen Reichtum sucht!?

    0.18 % der Menschheit zählen zu den High-net-Worth Individuals. Die 80 reichsten Menschen besitzen zirka gleich viel wie die Hälfte der Erdbevölkerung.

    Die Chancen, richtig reich zu werden, sind also eher gering oder anderes ausgedrückt:
    Jeder kann Millionär werden, hingegen können nicht alle Millionäre werden. (John Doe)

    Ich hatte das Glück jemanden kennenzulernen, der den Weg des „Selfmade-Millionär“ gegangen ist, er hat es auf die langweilige Art gemacht, nämlich mit arbeiten und Aktieninvestments. Im Blog kann man seine Biographie nachlesen

    Ich mache es ihm gleich, dazu schreiben wir seit zirka 18 Monaten einen Blog, wie ich (Michael) Millionär werde.

    Wir schreiben diesen Blog, um Interessierten einen (glücklichen) Weg aufzuzeigen, dass und wie es geht, aber dass es dazu enormen Verzicht, Arbeit und Nerven (gerade seit Jahresbeginn) benötigt

    freundliche Grüsse aus der Schweiz, Michael

    • Finanzkoch
      Reply Januar 18, 10:07 Finanzkoch Author

      Hallo Michael,

      danke für dein Kompliment.

      Mein Ziel ist es Millionär zu werden! Ich weiss das klingt sehr oberflächlich und unreif

      Millionär zu werden, ist ein legitimes Ziel. Die Frage ist, was versprichst du dir davon?

      Jeder kann Millionär werden, hingegen können nicht alle Millionäre werden.

      Wahre Worte.

      Liebe Grüße
      Christoph

  6. Gerhard
    Reply Januar 16, 11:28 #6 Gerhard

    Hallo Christoph,

    sehr anregender Beitrag; großes Lob dafür!

    Als Lehrer (Berufsbildende Schule) und Dozent (Weiterbildung zum Handwerksmeister) stehe ich nur scheinbar auf „der anderen Seite“. Auch ich habe schon sehr früh erkennen müssen, dass die „institutionalisierten“ Bildungseinrichtungen hauptsächlich auf ihren Selbsterhalt konzentriert sind, statt sich um die individuelle Weiterentwicklung ihrer Schüler und Studenten zu kümmern.
    Ich gebe meinen Schülern/Studenten deshalb immer mal wieder den Rat, den eingeschlagenen Weg zu hinterfragen und ggf. davon abzuzweigen. Das löst sehr oft Verwunderung (bei den Betroffenen) und Kopfschütten (bei meinen Kollegen) aus.
    Eine Sackgasse zu verlassen, bevor man an deren Ende angekommen ist, wird irrsinnigerweise als „Scheitern“ bewertet. Das Gegenteil davon ist vernünftig!
    Unsere Gesellschaft allerdings möchte kontrollierte Lebenswege, berechenbare Renten, „versicherte Leben“, „beamtete Laufbahnen“ und angeleitete Bürger.
    Das individuelle Glück und die spontane Freude bleiben dabei zwangsläufig auf der Strecke.

    Deshalb kann ich Deinen Beitrag hier nur loben.

    Liebe Grüße

    Gerhard

    • Finanzkoch
      Reply Januar 16, 13:58 Finanzkoch Author

      Hallo Gerhard,

      toll, so eine Sichtweise von einem Lehrer vermittelt zu bekommen.

      Was meinst du genau mit Selbsterhalt? Wie drückt sich das aus?

      Liebe Grüße
      Christoph

      • Gerhard
        Reply Januar 18, 18:15 Gerhard

        Mit „Selbsterhalt“ meine ich, dass immer mehr Schulen (auch und gerade die staatlichen) dazu übergehen ihre Bildungsgänge zu „füllen“ und ihre Schüler und Studenten möglichst lang im „System“ zu halten. Weniger, weil dies im Interesse der Lernenden liegt, sondern allein deshalb, um einzelne Klassen nicht schließen zu müssen.
        Der Kampf um die Schülerzahlen und damit um den Erhalt von Klassen und Schulstandorten ist längst entbrannt.

        Ein Lehrer, der jetzt einem Schüler eine Alternative (anderer Bildungsgang, andere Schule, Wechsel einer Berufsausbildung, …) aufzeigt, die zu Lasten der Bildungsstätte geht, an der er unterrichtet, braucht schon ein starkes Rückrat!

        Grüße

        Gerhard

        • Finanzkoch
          Reply Januar 18, 18:38 Finanzkoch Author

          Hallo Gerhard,

          danke für deine Einblicke. Ähnliches habe ich schon von den Universitäten gehört, wo es um den Kampf um Fördergelder geht.

          Umso wichtiger ist es, dass es Lehrer gibt, die die Interessen ihrer Schüler im Blick haben – um die Schüler geht es doch schließlich?!

          Liebe Grüße
          Christoph

  7. Lothar
    Reply Januar 16, 11:08 #7 Lothar

    Geldweg oder Lebensweg

    Hi Christoph,
    so wie Dir geht es vielen Menschen – mir auch (leider erst mit Fünzig – aber es ist nie zu spät, das Richtige zu tun.)

    Finanzen sind sehr abstrakt. Das schreckt ab. Und gleichzeitig zieht es magisch an. Denn Geld ist wie eine weisse Leinwandauf die wir unsere Ängste und Hoffnungen projiziieren.

    Geld hilft uns zu erfahren, wer wir sind. Ich wünsche Dir, dass Du glücklich bist – mit und ohne Geld.

    HG Lothar

    • Finanzkoch
      Reply Januar 16, 14:13 Finanzkoch Author

      Hallo Lothar,

      danke für deine lieben Worte. Ich wünsche dir viel Kraft und Erfolg dabei, den für dich richtigen Weg zu verfolgen. Den Mut mit 50 bereits eingeschlagene Pfade zu überdenken, zu korrigieren oder gegebenenfalls ganz zu verlassen, finde ich bemerkenswert.

      Geld hilft uns zu erfahren, wer wir sind.

      Ganz so weit würde ich persönlich nicht gehen. Geld so viel Macht in meinem Leben einzuräumen, würde mir Angst machen.

      Liebe Grüße
      Christoph

  8. Dummerchen
    Reply Januar 13, 17:25 #8 Dummerchen

    Hallo Christoph,

    das ist auch mein Ziel: Glücklich sein – und nicht glücklich werden(!). Gerade hier in der Finanzblogger-Szene erscheint mir das Streben nach Reichtum (oder sollte ich Finanzielle Freiheit sagen) oftmals als oberste Prämisse. Hier und jetzt leben? Ja, auch wichtig, aber der Blick geht vornehmlich weit nach vorne gerichtet. Ich habe auch einige Zeit gebraucht, um zu erkennen, dass jeder Tag der letzte sein könnte und ich nicht auf den Tag X hin arbeiten möchte, sondern jetzt schon das tun will, was mich zutiefst mit Glück erfüllt.

    Ich habe den Weg dahin gefunden und gehe ihn seit rund 1,5 Jahren. Nie war ich zufriedener mit mir und meinem Leben und nie habe ich mich wohler in meiner Haut gefühlt. Sogar meine Gesundheit ist als Nebenprodukt besser geworden: Ich habe in den letzten 1,5 Jahren keinen Tag auf der Arbeit gefehlt und werde einfach nicht mehr krank: Keine Erkältung, obwohl ich heute mit viel mehr Menschen als zuvor zu tun habe und bislang immer einer der ersten war, der jede Erkältung mitgenommen hat. Das finde ich schon auffällig.

    Dass ich für diesen Weg auf ein Viertel(?) meines bisherigen Gehalts verzichte, ist es mir wert. Ich brauche mich nicht mehr aus dem Hamsterrad „freikaufen“ – ich habe das richtige „Hamsterrad“ gefunden :-).

    Du klingst genauso – das freut mich total für Dich.

    Liebe Grüße
    Dummerchen

    • Finanzkoch
      Reply Januar 13, 19:24 Finanzkoch Author

      Hallo Dummerchen,

      du bist eine Bereicherung für die Bloggerszene – und das obwohl du keinen eigenen Blog hast! Das musste mal raus.

      Dass ich für diesen Weg auf ein Viertel(?) meines bisherigen Gehalts verzichte, ist es mir wert. Ich brauche mich nicht mehr aus dem Hamsterrad “freikaufen” – ich habe das richtige “Hamsterrad” gefunden 🙂

      Das ist großartig und viel mehr als die meisten von sich behaupten können. So weit wäre ich auch gern …

      Das deine Gesundheit sich verbessert hat, wundert mich nicht. Wer zufrieden ist und in sich ruht, hat weniger Stress. Aber das du nicht mal mehr eine Erkältung hast … was arbeitest du? Vielleicht sollte ich noch einmal umschulen 😉

      Liebe Grüße
      Christoph

      • Dummerchen
        Reply Januar 14, 17:41 Dummerchen

        Hallo Christoph,

        dass ich im Moment weniger Stress hätte, kann ich leider nicht sagen. Ich fühle mich eigentlich mehr gestresst als jemals zuvor, jedoch weiß ich nun, warum ich mir diesen Stress antue. Man könnte also vielleicht von „positivem Stress“ sprechen?!

        Dass mein neuer Beruf grundsätzlich besser ist, glaube ich übrigens nicht. Er passt halt besser zu mir – bei Dir kann es genau umgekehrt sein. Zu einer Umschulung würde ich Dir daher eher nicht raten – Du scheinst ja auch so schon einen guten Weg gefunden zu haben. Ich habe meinen lange suchen müssen und ihn fast nicht gesehen, obwohl er mich schon einige Male beinahe „angesprungen“ hat ;-)! So selbst reflektiert wie Du hier schreibst, bin ich mir sicher, dass auch Du glücklich sein wirst.

        Lieben Gruß
        Dummerchen

        PS: Danke für die Blumen – Du machst mich ein wenig verlegen.

        • Finanzkoch
          Reply Januar 15, 08:46 Finanzkoch Author

          Hallo Dummerchen,

          ich habe auch eine Zeit lang suchen müssen, um den Weg zu finden, den ich gehen will. Die Zeit, die dafür drauf gegangen ist, würde ich heute wieder investieren. So lange unsere „Lebens“-Leiter an der falschen Mauer lehnt, können wir noch so schnell versuchen, auf die nächste Stufe zu kommen … spätestens wenn wir oben sind, werden wir feststellen, dass unsere ganzen Mühen nur dazu geführt haben, dass wir an der falschen Stelle stehen.

          Was ich damit sagen will: Toll, dass deine Leiter jetzt an der richtigen Mauer lehnt – auch wenn es etwas gedauert hat 🙂

          So selbst reflektiert wie Du hier schreibst, bin ich mir sicher, dass auch Du glücklich sein wirst.

          Ich habe mich dafür entschieden, schon heute glücklich zu sein. Wer weiß, was morgen ist 😉

          Liebe Grüße
          Christoph

  9. Michael
    Reply Januar 13, 15:29 #9 Michael

    Holla Christoph,

    was für ein schöner und inspirierender Beitrag :-).

    Ich glaube es geht immer mehr Menschen so und genauso wie du habe ich einen ähnlichen Weg gewählt… Leider kam die Offenbarung nicht in der Bahn sondern in Form von drei Magengeschwüren die mir sagen: „Alter, was machst du den eigentlich da!?

    Ich bin mir sicher, dass du Geld und Erfolg zu dir kommt, weil du das machst wo deinen Stärken liegen und an dir härter Arbeitest als an deinem Job.

    Alles gute, mach weiter so und viel Erfolg!

    Grüße,
    Michael

    • Finanzkoch
      Reply Januar 13, 19:10 Finanzkoch Author

      Hallo Michael,

      danke für dein tolles Feedback 🙂

      Sind die drei Magengeschwüre wörtlich gemeint? Dann ist das eine der schmerzhafteren Offenbarungen, von denen ich bisher gehört habe …

      Liebe Grüße
      Christoph

  10. mafis
    Reply Januar 13, 15:12 #10 mafis

    Hi Christoph,
    das Ding passt irgendwie grade zu gut. Grade hatte eine Kollegin ihr 30 Jähriges Jubiläum mit großen Tam Tam. Wo ich dann grade auch so gedacht hatte. Soll das bei mir auch so sein? Und um ehrlich zu sein ist meine Antwort Nein.

    Daher kann ich deinen Entschluss voll und ganz verstehen. Und hoffe das alles so klappt, wie du es dir denkst. Nicht wie jemand anders es grade will.

    • Finanzkoch
      Reply Januar 13, 19:05 Finanzkoch Author

      Hallo mafis,

      ich kann dich verstehen. So ein Jubiläum löst bei mir auch immer Fluchtreflexe aus. Aber da ist jeder anders. Für deine Kollegin kann ja alles in Butter sein.

      Was hast du denn vor?

      Liebe Grüße
      Christoph

      P.S. Mal schauen, ob alles so klappt, wie ich mir das vorstelle. Ich lass mich überraschen 🙂

  11. Philipp von Investment Amad€
    Reply Januar 13, 14:06 #11 Philipp von Investment Amad€

    Hallo Christoph!

    Das ist Storytelling vom Feinsten.

    Um auf den Inhalt zurück zu kommen: Deshalb habe ich auch ein T-shirt mit dem Aufruck „Break the rules if it makes you happy“

    MFG Philipp

    • Finanzkoch
      Reply Januar 13, 18:51 Finanzkoch Author

      Hallo Philipp,

      das T-Shirt sollte ich mir auch bestellen. Danke für dein Lob 🙂

      Liebe Grüße
      Christoph

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