Was taugen Einzelaktien?

Wenn du in Aktien investieren möchtest, stehst du zwangsläufig vor der Frage: Wie?

Einzelaktien? Fonds oder ETFs?

In diesem Beitrag zeige ich, warum es wenig sinnvoll ist, sich auf Einzelaktien zu konzentrieren.



Was taugen Einzelaktien?


Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Aktienkäufe. Der Auswahlprozess, die Order, die ersten Kursschwankungen … entwickelt sich alles wie erhofft? Es war unheimlich spannend.

Selbstredend habe ich meine ersten Positionen mit Verlust aufgelöst. Im Anschluss durfte ich das Hochgefühl erleben, auf das richtige Pferd gesetzt zu haben. Binnen weniger Tage hatte ich meine Verluste wettgemacht.

Nach einigem Hin und Her blieb die Frage: Was mache ich da eigentlich … um ehrlich zu sein, hatte ich damals keine Ahnung. Ich handelte schlicht nach Gefühl.

Als ich einige Jahre später an die Börse zurückkehrte, hatte ich mich tiefergehend mit der Materie beschäftigt. Ich wusste, essentiell für meinen Anlageerfolg sind:

  • Diversifikation

und

  • niedrige Kosten.

Mir war klar: Ein breit aufgestelltes Portfolio, das verschiedenste Länder und Branchen umfasst, lässt sich für mich mit Einzeltiteln nicht darstellen. Hinzu kam die Frage:

Nach welchen Kriterien soll ich Aktien, Anleihen und Co. in effizienten Märkten auswählen?

Damit stand für mich fest: Einzelaktien können nicht des Rätsels Lösung sein …

Investierst du in Einzelaktien? Wenn ja, warum?

Dein Finanzkoch
Christoph Geiler

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13 Kommentare

  1. easydividend
    Reply September 28, 07:53 #1 easydividend

    Hallo,

    Melde mich als Verfechter der Einzeltitel auch mal zu Wort.

    Ich bin der Meinung, dass beide Wege Sinn machen. ETFs stellen eben einen passiveren Ansatz dar. Für Leute die sich nicht mit den Unternehmenszahlen auseinandersetzen können oder wollen stellt dies die bessere Variante dar.
    Will man aber mehr Kontrolle für sein Depot kommt man an Einzeltitel nicht herum. Durch das Lesen der Geschäftsberichte und vergleichen der Kennzahlen kann ich auch hier ziemlich gut diversifizieren.

    Ich bin auch davon überzeugt, dass man durch eine sorgfältige Auswahl der Titel mehr dazu beitragen kann den Markt zu schlagen als es mit ETFs der Fall wäre.

    mfG Chri

    • Johannes
      Reply Oktober 05, 17:10 Johannes

      Hallo easydividend!
      Ich selbst bin sehr überzeugt vom Value Investing Ansatz, weshalb ich ausschließich Einzeltitel kaufe, womit ich auch gute Erfahrungen gemacht habe. Deshalb stimme ich dir deinen Argumentationen für die Einzeltitel vollkommen zu!
      Die meisten lehnen diesen Ansatz jedoch ab, da es ihnen zu aufwändig oder zu schwierig erscheint. Dazu mal noch ein paar von meinen Denkansätzen:
      Welches Thema ist gleich zu Beginn einfach? Bekommt man vielleicht durch regelmäßiges Üben eine Routine, sodass der Prozess einem mit der Zeit leichter fällt?
      Wie aufwendig ist es wirklich, wenn man sich z. B. 4 Stunden mit einem Unternehmen beschäftigt und das Investment dann für mehrere Jahre hält?

  2. Dominic
    Reply September 26, 12:21 #2 Dominic

    Ich denke Schneewittchen hat die wichtigsten Punkte in der Debatte alle genannt.

    Der Debatte würde ein wenig Gelassenheit gut tun. Beide Wege sind schließlich besser als viele andere.

    Wer günstig handelt und in mindestens 30-30 Aktien streut, trägt kaum noch unsystematisches Risiko. Wer den Anspruch hat, über Europa/USA hinaus zu diversifizieren, wird spätestens dann aber wohl doch zu ETFs greifen und das aus gutem Grund.

  3. DerMitleser
    Reply September 26, 11:22 #3 DerMitleser

    @ Nick
    Du beschimpfst mich als einen „Vollidioten“? Dann bist Du doch auch nicht besser als ich.

    @ Jocov
    Es heißt „destruktive Kritik“. Allerdings war meine Kritik durchaus konstruktiv, wenn auch recht dreist.

  4. Schnewittchen
    Reply September 25, 21:04 #4 Schnewittchen

    Hallo,
    Danke für die fortlaufende Arbeit.
    Zunächst zur Form, weil dazu was gesagt wurde:
    Für mich wirken deine VIdeos schon weitaus ordentlicher, als von so manchem Youtuber – aber das ist wohl Geschmackssache. Mir gefällt, wie strukturiert alles ist und dass du dich nicht – wie so mancher anderer unnötig wiederholst. Das Niveau ist deutlich einfacher, als bei deinen Texten (weswegen ich eben diese auch bevorzuge) – aber vielleicht ist das ja auch gewollt – eben weil sie sich vielleicht auch an eine andere Zielgruppe richten.
    Und jetzt zum wichtigen: zum Inhalt – und damit meine Kritik:
    Wer in ETF investiert macht nichts falsch, weswegen deine Empfehlung schon Sinn machen. Aber umgekehrt, dass einzelaktien für Privatanleger automatisch nicht sinnvoll wäre, wie ich dich verstanden habe? Wie kommst du darauf, dass man 500 Aktien und mehr für eine sinnvolle Diversifikationseffekt benötigen würde. Die Beiträge die ich hierzu gelesen habe, zeigen den Diversifikationsgewinn in einer Kurve an…also bei 40 breit gestreuten Aktien über verschiedene BRanchen wird der Diversifikationsgewinn, der noch hinzukommt verschwindend.
    Zweites Argument: Wer daran glaubt dass die Märkte effizient sind, kann sie nicht schlagen. OK, aber umgekehrt kann man wohl, wenn man Buy and Hold anleger ist bei breiter Streuung auch nicht perse schlechter gestellt sein (denn wenn es so wäre, müsste es umgekehrt welche geben, die systematisch den Markt schlagen – und das sind eben nur sehr wenige). Einzige Kritik: Als Buy and Hold-Anleger in Einzelaktion mit ausreichender Diversifikation muss man damit wohl rechnen, dass je nachdem ob man Pech oder Glück hatte mit der Auswahl, ein bisschen besser oder ein bisschen schlechter als ein INdex ist – aber das gilt ja auch für jeden der sich bspw. für eine 70/30 Aufteilung in DM/EM entschieden hat – der wird ein bisschen besser oder schlechter dastehen, als jener der nur in den MSCI-World investiert hat – vorhersagen, was besser sein wird, ist wohl schwierig.

    Und wo ist der Vorteil von Einzelaktien? Nun die Vorteile hast du selbst beschrieben. Kein Verlust durch Front-Running, keinerlei TER und höhere Transparenz (weder Wertpapierleihe noch Swap). Mein Fazit, bei einem Vermögen das groß genug ist (sechsstellig), und wer die Zeit für sinnvolle Branchenaufteilung etc. übernehmen will, kann durchaus in EInzelaktien investieren (oder glaubst du, dass solche Buy and Hold anleger nach 20 Jahren weniger haben?). Meine Strategie: ETFs fürs grobe, als mein Depot noch kleiner war und inzwischen baue ich dieses durch einzelaktien in Märkten aus, die für mich leicht zugänglich sind und betreibe durch diese Zukäufe mein Rebalancing. Jedoch klar, was bei mir als Einzelaktie ins Depot geht, wird höchsten zu Rebalancingzwecken teilverkauft, wenn sich der Titel verdoppelt hat.
    Viele Grüße

    • Finanzkoch
      Reply September 26, 12:16 Finanzkoch Author

      Hallo Schneewittchen,

      schön, einen Kommentar zum Thema zu haben 🙂

      Einzelaktien halte ich durchaus für sinnvoll. ETFs, Indexfonds und Co. halte ich allerdings für effektiver. Man müsste jetzt in die Studien reinschauen. Auf was beziehen die sich? Wenn ich schon 10 Dax-Aktien habe, brauche ich nicht zwingend noch eine 11te (schaden wird es aber auch nicht). Wenn ich jetzt aber Aktien aus dem MDAX und SDAX oder aus anderen Ländern hinzufüge, kann das schon wieder anders aussehen.

      Ein Problem haben zwangsläufig alle Studien: Eine viel zu kleine Datenbasis.

      Laut Gigerenzer (vgl. Risiko: Wie man die richtigen Entscheidungen trifft) sind für die effektive Umsetzung des Minimum-Varianz-Portfolios mindestens 500 Jahre an Datenbasis erforderlich – und das unter der Voraussetzung, dass wir in der Zukunft noch dieselben Aktien vorfinden wie in der Vergangenheit …

      Anlageentscheidungen sind immer Entscheidungen unter Ungewissheit und nicht unter Risiko. Die Ereignisse der Vergangenheit können leider nicht in die Zukunft fortgeschrieben werden. Und in so einer Welt gibt es aus meiner Sicht nur eine vernünftige Schlussfolgerung:

      Sich so breit wie möglich aufzustellen.

      Das beispielsweise der MSCI World mit Einzelaktien und etwas Glück zu schlagen ist, bezweifle ich nicht. Wie das risikogewichtet (Sharpe-Ratio) aussieht, steht auf einem anderen Blatt.

      Der Hauptgrund, der für mich für Einzelaktien sprechen würde, wäre die konsequente Umsetzung eines „grünen Investmentansatzes“. Dann allerdings in der Gewissheit, dafür etwas an Effektivität des Portfolios einzubüßen.

      Liebe Grüße aus Leipzig
      Christoph

  5. Nick
    Reply September 23, 19:42 #5 Nick

    @“Mitleser“ du bist ein vollidiot

  6. Jocov
    Reply September 23, 19:36 #6 Jocov

    Lieber „Mitleser“ was für ein unverschämter Typ bist du eigentlich. Könntest du dich vielleicht du dich vielleicht mal darauf besinnen, das du dir diese Videos nicht ansehen brauchst.sorry kommentiere sonst nie Texte aber bei so einer bescheuerten und unkonstruktiven Kritik fehlen mir die Worte.

  7. DerMitleser
    Reply September 23, 11:58 #7 DerMitleser

    Ahja, falls Dich meine Kritik daran interessiert; es ist anstrengend Dir zuzuhören, weil Du recht monoton daherkommst und zuweilen recht undeutlich sprichst. Zudem nervt Deine ständige Gestikulation. Ist nur ehrlich und überhaupt nicht böse gemeint, auch wenn es erstmal danach klingt – bitte nicht persönlich nehmen! Inhaltlich sind sie ja top, aber es ist eben nicht jedermans Sache, solche Dinge auch visuell rüber zu bringen…

    • Finanzkoch
      Reply September 23, 12:24 Finanzkoch Author

      Hallo Mitleser,

      danke für Deine offenen Worte. Das hilft mir. Aufhören werde ich aber nicht. Es gibt Menschen, die lesen lieber und Menschen, die sich lieber bewegte Bilder anschauen. Ich möchte beide Gruppen erreichen.

      Ich habe jetzt 5 Videos online – ich habe nicht erwartet, jetzt schon ein Profi vor der Kamera zu sein (auch wenn es schöne wäre …). Es ist ähnlich wie beim Schreiben – das kommt mit der Zeit (hoffentlich 😉 ). Kritische Kommentare wie Deiner, helfen mir, schneller ans Ziel zu kommen.

      Herzliche Grüße
      Christoph

      • DerMitleser
        Reply September 23, 12:42 DerMitleser

        Puh, da bin ich aber beruhigt, dass Du es so reflektiert aufnimmst, denn die Worte waren im Nachhinein betrachtet doch recht hart. Stimmt schon, dass es andere Menschen gibt, die sich lieber ein Video ansehen. Blos, was macht jemand wie ich, der sich für den Inhalt des Beitrags interessiert, sich aber lieber den Text durchlesen möchte? Gehe ich zukünftig leer aus…?

        • Finanzkoch
          Reply September 23, 13:07 Finanzkoch Author

          Das geschriebene Wort wird auch in Zukunft die Oberhand behalten 🙂 In der letzten Zeit war es in der Finanzküche nur ein bisschen ruhiger, weil ich meine Homepage mit Inhalten gefüllt habe.

          Herzliche Grüße
          Christoph

  8. DerMitleser
    Reply September 23, 11:52 #8 DerMitleser

    … kannst Du Dich vielleicht wieder auf reine Texte besinnen? Die Videos… naja, sind weniger ansprechend 🙁

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