Vermögensaufbau: Die überraschend simple Basiszutat

Heute starten wir im Podcast mit dem Thema „Vermögensaufbau“. Der erste Schritt dafür ist, einen stabilen monatlichen Überschuss zu erwirtschaften. Dabei sollte dein Fokus auf der Maximierung deines Einkommens liegen.

Wie immer findest du die Podcast-Folge hier auch in Textform.



Vermögensaufbau: Die überraschend simple Basiszutat


Die wichtigsten Inhalte:

  • Sparen sollte nicht zu Lasten der Lebensqualität gehen
  • Konzentriere dich auf die Erhöhung deiner Einnahmen. Im Gegensatz zu den Ausgaben lässt sich diese Stellschraube nahezu beliebig drehen

 

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Die Episode zum Nachlesen

Vermögensaufbau: Die überraschend simple Basiszutat

Einleitung

Herzlich willkommen zum Finanzküche Podcast. Heute starten wir mit dem Thema Geldanlage und Vermögensaufbau. Du brauchst dir gar keinen Kopf zu machen, falls du nicht so tief in der Materie drinsteckst. Wir starten ganz von vorn. Das Thema heute:

Die Basiszutat des erfolgreichen Vermögensaufbaus

Die Basiszutat ist schlicht, dass deine Einnahmen größer sind als deine Ausgaben. Am Ende des Monats sollte noch Geld auf deinem Konto übrigbleiben. Je größer dein Überschuss ist, desto besser.

Das erreichst du durch zwei Dinge:

  1. Durch die Optimierung deiner Ausgabenseite
  2. Durch die Optimierung deiner Einnahmenseite

Mein Vorschlag ist, dass du dich um beide Seiten kümmerst, den Fokus aber ganz klar auf die Optimierung deiner Einnahmenseite legst. Warum? Weil das Einsparpotential auf der Ausgabenseite begrenzt ist.

Wenn du Fleisch bereits von deinem Speiseplan gestrichen hast und nur noch Erbsen isst, hast du alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Irgendetwas musst du essen …

Zudem führt das Wegstreichen von Ausgaben oft zur Minimierung der Lebensqualität. Dabei stellt sich immer die Frage, ob es das wert ist. Wir haben nur das eine Leben und das sollten wir möglichst nach unseren Vorstellungen gestalten – und wenn eine Einsparung dazu im Widerspruch steht, sollte eine Ausgabe vom dem Rotstift verschont bleiben.

Viel sinnvoller ist es, dass du dich um die Erhöhung deiner Einnahmen kümmerst. Dafür gibt es tausend verschiedene Wege. Seien es ganz klassische Dinge wie Überstunden und Weiterbildungen, um eine Beförderung anzustreben.

Lass deine Gedanken einfach in alle Richtungen schweifen. Du kannst auch ein Kleingewerbe starten oder einen Nebenjob annehmen. Der Vorteil ist, dass du einen schönen Ausgleich zum Hauptjob hast.

 

Werde aktiv

Das Problem bei der Erhöhung der Einnahmen ist, dass du selbst aktiv werden musst. Dagegen ist das Streichen von Ausgaben ein Kinderspiel …

Was uns zu typisch deutschen Tugenden führt:

  • Fleiß
  • Disziplin
  • Ausdauer

Das sind die Grundlagen für langfristigen Erfolg. Wenn du deine Bemühungen nach zwei Wochen einstellst, hast du nichts gekonnt. Ein Beispiel von mir:

Ich habe 1,5 Jahre gebraucht, bis ich durch Online-Marketing meine erste sinnvolle Beratungsanfrage generiert habe. Heute ist es die Grundlage meines gesamten Geschäftsmodells. Wenn ich nicht drangeblieben wäre, würde ich heute noch Hot Dogs bei Ikea verkaufen.

Hast du es geschafft, einen soliden Überschuss zu erwirtschaften, dann gilt es einfach zu machen. Steck vorher ordentlich Zeit in die Recherche, aber übertreib es nicht. Ansonsten hast du eine prima Ausrede, nie mit dem Investieren anzufangen.

 

Dein Finanzplan muss nicht perfekt sein

Alles was du brauchst, ist ein solider Finanzplan, dem du langfristig treu bleiben kannst. Die perfekte Geldanlage braucht es gar nicht. Das sehe ich bei meinen Mandanten immer wieder.

Bei meinen älteren Mandanten, die bereits über nennenswertes Vermögen verfügen, war der Schlüssel zum Erfolg, dass sie ihren Entscheidungen über Jahrzehnte treu geblieben sind. Da wurden Kapitallebensversicherungen in den 90ern abgeschlossen, die jetzt mit sechsstelligen Beträgen zur Auszahlung kommen.

Klar wäre mit einer effizienteren Anlage viel mehr möglich gewesen. Statt 100.000 Euro wären es dann vielleicht 300.000 Euro … aber jemand der nichts gemacht hat, hat heute gar nichts. Die beiden wichtigsten Punkte sind also:

  1. Konzentriere dich darauf, dass du einen ordentlichen Überschuss hast und priorisiere bei deinen Bemühungen lieber die Einnahmen- als die Ausgabenseite.
  2. Lauf los und bleibe über Jahrzehnte dabei

Wenn du beides umsetzt, hast du alles, was du brauchst, um erfolgreich Vermögen aufzubauen.

Damit sind wir auch schon am Ende der Folge angelangt. Ich hoffe du bist beim nächsten Mal wieder mit dabei. Bis dahin.

Dein Finanzkoch
Christoph Geiler

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Kommentare

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6 Kommentare

  1. Anna
    Reply Januar 19, 14:46 #1 Anna

    Hey Christoph!

    Wie schön, dass zu dem Thema ein Podcast erscheint. Ich komme auch zu dem Schluss, dass man sich eher auf die Einnahmenseite konzentrieren sollte, da sie nach oben hin offen ist. Nach unten hin komme ich schon an meine Grenzen und weiterstreichen geht einfach nicht mehr. Ich befasse mich jetzt viel mit dem Thema Entrepreneurship und Start-Ups. Letztlich komme ich um diese Sparten nicht drumrum und muss jetzt die Zähne zusammenbeißen die nächsten Monate, Jahre.

    Ich habe übrigens ein Zitat von dir in einen meiner Beiträge eingebaut: „Was braucht man, um an der Börse ein Vermögen zu verdienen?“ — „Ein Vermögen.“

    Dementsprechend rückt die Börse und das Depot etwas in den Hintergrund bei mir.

    Viele Grüße und schönes WoEnde 🙂
    Anna

    • Finanzkoch
      Reply Januar 20, 22:10 Finanzkoch Author

      Hallo Anna,

      großes Lob für deine Artikel 🙂 (denk noch an ein Impressum )
      Ich bin gespannt, wo deine Reise hingeht.

      Liebe Grüße aus Leipzig
      Christoph

  2. A
    Reply Januar 19, 14:07 #2 A

    Sorry, das halte ich leider für ausgemachten Blödsinn!
    Ich habe mich vor ca. 11 Jahren selbstständig gemacht, habe inzwischen 27 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit, bin fleißig, diszipliniert und beweise seit 10 Jahren Ausdauer. Dennoch muss ich mich mit meinem Einkommen als absoluten „Geringverdiener“ bezeichnen. Einen Vermögensaufbau habe ich mit über 40 Jahren noch immer nicht geschafft. Allerdings nicht, weil ich zu faul oder zu blöd bin, sondern weil unser System die Fleißigen schon längst nicht mehr belohnt!
    Der größte Teil dessen, was als Gewinn erwirtschaftet wird, wird durch Steuerlast, Mehrausgaben für überbordende Bürokratie u.ä. aufgefressen.
    In meinem Fall ist auch ein großer Geschäftskredit zu tilgen (Existenzgründungsdarlehen). Die Beträge, welche ich offiziell als Pacht zahle, dienen zu 100% zur Tilgung der Darlehen. Dennoch werden mir diese Pachtzahlungen als Einkommen angerechnet und erneut versteuert. Zusätzlich werde ich dazu in der höchsten Steuerklasse geführt.
    Dazu kommen enorme Kosten auf Bankenseite: Einzahlen von Bargeld kostet, Abheben von Bargeld kostet, das Abholen von Münzgeld (ja, wir sind bargeld-lastig in unserer Branche) kostet, Kredit nehmen kostet, Nicht-inanspruchnehmen von bereitgestelltem Kontokorrent kostet,…
    Ich könnte hier unzählige weitere Aufzählungen machen, um zu zeigen, dass Fleiß, Ausdauer, Dsiziplin, ordentliche Buchführung, gewinnoptimiertes Führen eines Betriebes, Schaffung von Arbeitsplätzen eher bestraft, denn belohnt werden.

    Also mag dieser oberflächliche Ansatz vielleicht für Freelancer gelten oder für Menschen, die sich „nebenher“ ein zweites Standbein erschaffen.
    Für einen normalen Mittelständler treffen die Stichworte „Fleiß, Disziplin, Ausdauer“ schon längst nicht mehr zu.
    Sorry, wenn ich hier mit diesem Märchen aufräumen muss!

    • Finanzkoch
      Reply Januar 19, 14:57 Finanzkoch Author

      Ich kann jedes einzelne Wort nachvollziehen und bin ebenfalls noch ein Stück von dem Punkt entfernt, an dem ich sagen kann, dass die Einnahmen meinen Aufwand rechtfertigen – und vom Start bis heute habe ich bereits 5 Jahre investiert. Vater Staat will trotzdem bezahlt werden …

      Ich kenne aber auch diverse Mittelständler, deren Aufwand sich durchaus rentiert. Und manchmal hat der Weg dahin 20 Jahre gedauert. Und wenn man sie fragt, sind Fleiß, Disziplin und Ausdauer durchaus wichtig.

      Das nicht jeder der sich auf den Weg macht, den großen Erfolg landet, ist klar. Ob sich mein Aufwand letztlich lohnt? Wer weiß (zumindest habe ich Spaß auf meinem Weg) …

      Auf jeden Fall wünsche ich dir, dass es sich für dich in Zukunft doch noch lohnt.

      Herzliche Grüße aus Leipzig

      Christoph

  3. Minimalist
    Reply Januar 19, 10:38 #3 Minimalist

    Wow perfekt, genau zur richtigen Zeit. Ich als Minimalist habe meine Ausgabenseite schon fast extrem minimiert und wie Du sagst, komme ich da irgendwann an meine Grenzen. Jetzt ist die Einnahmenseite dran. Danke für die kurze und knackige Podcast-Folge!

    • Finanzkoch
      Reply Januar 19, 15:08 Finanzkoch Author

      Gern 🙂 schön, dass das Thema perfekt passt.

      Liebe Grüße aus Leipzig

      Christoph