Podcast-Auftakt: Entwicklung Finanzküche 2017, Selbständigkeit und Vaterfreuden

Diese Folge ist der inoffizielle Start des Finanzküche Podcasts. Ich schaue zurück auf das Jahr 2017, dass in vielerlei Hinsicht für mich einzigartig war.



Podcast-Auftakt: Entwicklung Finanzküche 2017, Selbständigkeit und Vaterfreuden


Shownotes:

Die wichtigsten Inhalte:

  • Podcast-Premiere: So ein Mikrofon ist ganz schön schwer …
  • Entwicklung Finanzküche 2017: Platz für weitere 4.000 Besucher im Monat
  • Vaterfreuden: Wenn sich Prioritäten verschieben
  • Selbständigkeit: Manchmal musst du Dinge einfach machen
  • Weiterbildung: Entscheidungen immer auf alle Auswirkungen abklopfen

Den Podcast findest du auch auf:

>>Podigee<<

>>Stitcher<<

 

Die Episode zum Nachlesen

Herzlich willkommen zum inoffiziellen Start des Finanzküche Podcasts. Das ist heute eine Art Folge 0. Ich weiß noch nicht genau, was ich mit ihr machen werde. Es kann sein, dass diese Folge exklusiv auf der Finanzküche erscheint und ich sie nicht auf Portalen wie iTunes einstelle.

Themen, die wir heute besprechen sind:

  • Die Entwicklung der Finanzküche im Jahr 2017
  • Meine Selbständigkeit in Verbindung mit meiner Weiterbildung und was ich daraus gelernt habe
  • Die Geburt meines Sohnes und was sich dadurch verändert hat

 

Warum auf einmal Podcast?

Das Thema Podcast habe ich schon seit längerer Zeit auf dem Schirm gehabt. Vor einiger Zeit hatte ich ja bereits das Interview mit Finanzrocker Daniel Korth, den ich sehr schätze. Darin haben wir einen bunten Themenmix besprochen, wie Geldanlage, Strukturvertriebe, Honorarberatung und RB Leipzig. Das Gespräch mit Daniel hat mir damals großen Spaß gemacht.

Das ich einen eigenen Podcast starten würde, hatte ich zu dieser Zeit aber noch nicht auf dem Schirm. Dann hat mir ein Mandant geraten:

Mach doch mal ein Podcast.

Und das ging permanent so weiter. Dann ist die Idee nach und nach in mir gereift und ich habe mir verschiedene Podcasts angehört. Wobei ich die Podcast-Helden in Person von Gordon Schönwälder erwähnen möchte, die mir den Start hier ein Stück weit einfacher gemacht haben. Schau einfach mal bei den Podcast-Helden vorbei, wenn dich das Thema Wie starte ich einen erfolgreichen Podcast interessiert.

Vor kurzem war es dann soweit und ich habe gesagt:

Ok, jetzt geht es los.

Bei mir laufen Gedanken immer unterschwellig durch, bis eine Reizschwelle erreicht ist und dann setze ich die Idee innerhalb kürzester Zeit um. Erst in der laufenden Umsetzung habe ich gemerkt, dass ein Mikrofon allein nicht ausreicht. Ich musste mir einen Hoster suchen, habe zwischen Mikrofon und Laptop noch eine Zwischenstation gebraucht und muss mir immer noch einen Mikrofonständer besorgen, damit ich das Mikrofon (das überraschend schwer ist) nicht die ganze Zeit in der Hand halten muss.

Ich hoffe, dass mein Sächsisch ok für dich ist. Ich gebe mir alle Mühe, verständlich zu sprechen 😉

 

Jahresrückblick Finanzküche

Ich hatte mir für das Jahr 2017 vorgenommen, den Blog komplett neu aufzulegen. Wie du siehst, hat das nicht geklappt. Das liegt einfach daran, dass sich die Prioritäten immer wieder verschoben haben. Mittlerweile finde ich die Optik eines Blogs auch nicht mehr so wichtig. Klar wäre es schön, wenn hier alles ein bisschen moderner aussieht, aber für mich ist eigentlich nur entscheidend, dass das Archiv der Finanzküche in Zukunft übersichtlicher wird. Damit Beiträge, die von Google ignoriert werden, nicht zwangsläufig in Vergessenheit geraten.

Ziel war auch die 10.000 Besucher im Monat zu erreichen. Im Oktober waren es 6.000, sodass es noch 4.000 fehlen. Viel Zeit ist nicht mehr … mal schauen, ob der Podcast hier der Durchbruch ist.

So oder so bin ich mit der aktuellen Situation völlig zufrieden. Ich bekomme schönes Feedback von dir und der Blog ist immer noch in hohem Maße Hobby.

Natürlich profitiere ich auch beruflich von der Finanzküche. Einerseits durch direkte Beratungsanfragen, aber andererseits vor allem durch die Backlinks, die ich auf meine Homepage gesetzt habe und die diese im Ranking unterstützen. Sodass ich mittlerweile im Raum Leipzig regelmäßig Anfragen über die Google-Suche bekomme.

 

Highlight: Bloggertreffen in Kassel

Mein persönliches Highlight mit der Finanzküche war dieses Jahr das Bloggertreffen in Kassel. Hier habe ich viele Blogger endlich persönlich kennengelernt, die ich davor nur aus E-Mails und Blogbeiträgen kannte.

Stellvertretend seien an dieser Stelle:

genannt. Bei Nico durfte ich im Laufe des Jahres sogar einmal übernachten, sodass ich sagen kann: Er ist nicht nur auf seinem Blog ein cooler Typ 😉

Ansonsten kommt jetzt das Großprojekt Podcast. Hier wird es anders als bei meinem YouTube-Ausflug (der vielleicht später noch einmal aufleben wird) … Ich glaube bei YouTube habe ich 5 Videos eingestellt und das Ganze dann nicht weiterverfolgt. Hintergrund war einfach die mangelnde Zeit. Als Anfänger habe ich teilweise 40 Versuche gebraucht, bis ich eine vernünftige Aufnahme hatte. Und so ist schnell ein ganzer Tag ins Land gegangen, bis ich ein Video fertig hatte.

Beim Podcast ist das Schöne, den bekommst du einfach auf die Ohren. Wenn ich beispielsweise mit meinem Sohn spazieren bin, kann ich mir entspannt einen Podcast anhören und dabei frische Luft atmen – einfach perfekt. Zudem sitze ich ohnehin viel vor dem PC und bin froh, wenn ich die Bilderflut ausschalten kann und nur meine Ohren brauche. Ich möchte nach der Arbeit nicht noch den ganzen Tag bei YouTube verbringen, da höre ich mittlerweile viel lieber Podcasts. Vielleicht geht es dir da ähnlich?

 

Perspektivwechsel Vaterfreuden

Die Geburt meines Sohnes ist mein Highlight des Jahres. Was die Geburt meines Sohnes hier verloren hat? Ganz einfach …

Ich glaube, ich habe dieses Jahr zum ersten Mal richtig gelernt, worauf es im Leben ankommt. Ich habe schon oft darüber gesprochen, worauf es (aus meiner Sicht) im Leben ankommt, aber richtig verstanden habe ich es erst, als unser kleiner Mann mit einem Knall auf die Welt gekommen ist. Unsere Geburt lief nicht ganz glatt und da merkt man einfach, wie schnell alles einfach vorbei sein kann und wie sich Prioritäten verschieben. Mir war in dem Moment dann tatsächlich alles andere egal. Und das ist es auch heute noch, wenn mit meinem Sohn irgendetwas ist. Der Fokus verändert sich. Worauf ich damit hinaus will:

Ich habe oft das Gefühl – auch wenn ich auf manchen Finanzblogs lese – dass das Thema Geld teilweise so eine Art Selbstzweck ist. Bedeutet: Sparen und anlegen des Geldes wegen.

Klar steht da oft das übergeordnete Ziel der finanziellen Freiheit, mit dem ich persönlich auch sehr viel anfangen kann, aber nicht als übergeordnetes Ziel.

Bedeutet, wenn du wirklich etwas willst – bin ich der festen Überzeugung – macht es keinen Sinn, darauf zehn, fünfzehn, oder zwanzig Jahre hinzusparen. Meistens steht hinter der finanziellen Freiheit der Wunsch, etwas im Leben zu verändern. Job kündigen, reisen und was einem da noch alles in den Sinn kommt …

Ein Hauptgrund für meine Selbständigkeit ist, dass ich sofort ein Leben nach meinen Vorstellungen führen möchte. Weil es, wie bereits gesagt, jederzeit vorbei sein kann. Ich kann auf die Straße laufen und werde vom Bus überrollt … dann bringt mir das ganze gesparte Geld relativ wenig.

Wenn ich also unzufrieden mit meinem Job oder meinem Leben bin, ist es deutlich sinnvoller, jetzt etwas zu ändern, anstatt Jahrzehnte daraufhin zu sparen.

 

Der Friedenswanderer

Wir hatten eine interessante Erfahrung bei uns im Büro. Da kam der Friedenswanderer vorbei … der Friedenswanderer hat seit Jahrzehnten keine eigene Wohnung, läuft in der Welt herum und hilft anderen Menschen. Er lebt von dem, was ihm andere Menschen geben. Mittlerweile ist er etwas älter und auf dem Weg nach Skandinavien, um dort seinen Lebensabend zu verbringen. Sein Ziel ist es, dort für Kost und Logis Huskys zu betreuen.

Bedeutet einfach, wenn du aktuell nicht zufrieden bist, ist die finanzielle Freiheit nicht der richtige Ausweg. Dann musst du heute etwas verändern. Es wird nicht etwa dadurch besser, dass du jetzt zehn, zwanzig, dreißig, oder vierzig Jahre den Gürtel enger schnallst, Geld zur Seite legst und die Zukunft, für die du sparst, vielleicht nie erlebst – oder wenn du die finanzielle Freiheit erreicht hast, in ein tiefes Loch fällst, weil du kein Ziel mehr hast.

Ich weiß, dass Veränderungen immer schwierig sind. Aber wenn du es willst, wird dir etwas einfallen, wie du den – vielleicht von anderen für dich vorgegebenen – Lebensplan erfolgreich über den Haufen wirfst. Dazu erinnere ich mich auch ein Interview von Gerald Hüther. Gerald Hüther ist Hirnforscher und vertritt die Ansicht, dass soziale Umbrüche heute dadurch entstehen, dass einzelne Menschen einfach aus dem vorgegebenen System aussteigen und ihr eigenes Ding machen. Dabei ist Gerald Hüthers Steckenpferd die Schule. Auf die Schule bezogen heißt das, dass immer mehr Eltern keine Lust mehr haben, dass ihren Kindern frontal irgendetwas eingetrichtert wird. Sie begeben sich auf die Suche nach Alternativen und wenn es diese nicht gibt, schaffen sie diese selber …

Und wenn das im Kleinen ganz, ganz viele Menschen machen, wird es plötzlich groß und es ändert sich tatsächlich etwas im Bildungssystem. Das ist übertragbar auf viele andere Lebensbereiche.

 

Selbständigkeit: Emotionale Achterbahnfahrt

Selbständigkeit ist immer wieder ein Thema auf Finanzblogs. Hier kann ich aus Erfahrung sprechen und bin mittlerweile der Meinung, dass Selbständigkeit nicht für jeden etwas ist – klingt trivial, aber was das wirklich bedeutet, weiß ich erst, seitdem ich selber selbständig bin. Heißt einfach:

Die Selbständigkeit ist eine emotionale Achterbahnfahrt.

Gerade am Anfang gibt es Phasen, wo mal mehr, mal weniger, oder auch mal gar keine Aufträge reinkommen. Und wenn Frau und Kind zu Hause sind und Rücklagen knapp werden, wird es ungemütlich …

Damit muss man emotional klarkommen. Kannst du das, ist die Selbständigkeit etwas, worüber du nachdenken kannst und solltest. Das Schöne an der Selbständigkeit ist die Selbstverwirklichung und die freie Zeiteinteilung. Im Idealfall gehst du genau der Tätigkeit nach, die du liebst.

Warum Idealfall? Wenn deine Arbeit dich emotional nicht greift, wirst du Probleme haben, richtig gut zu werden. Unser Gehirn lernt einfach am besten, wenn es emotional bewegt ist. Dann werden Stoffe ausgeschüttet, dass ist die reinste Freude … dann wird das ganze Gehirn aktiv und lernt viel schneller.

Die freie Zeiteinteilung ermöglicht mir, dass ich mit zum Babyschwimmen und zur Krabbelgruppe kann und alle wichtigen Erlebnisse mit meiner Familie teilen kann. Vielleicht ist man dafür auch am Samstag mal arbeiten oder erst um 22 Uhr zu Hause, aber das ist es wert.

 

Es gibt immer Dinge, die keinen Spaß machen

Was ich auch festgestellt habe, ist, dass es immer Dinge geben wird, die dir keinen Spaß machen, selbst wenn du deiner Berufung nachgehst. Da denke ich bei mir an Dinge wie Protokollierung und die Einhaltung von Rechtsvorschriften. Damit muss ich mich intensiv auseinandersetzen, ansonsten dreht mir irgendwann ein Anwalt einen Strick und ich stehe vor dem nichts. Da muss man einfach durch, auch wenn das keinen Spaß macht …

Was ich immer mehr versuche, ist Dinge, die mir keinen Spaß machen, abzugeben. Am Anfang ist das allerdings schwierig, da der finanzielle Spielraum eher klein ist. Aber es gibt dir die Möglichkeit, dich auf das zu konzentrieren, was dir Spaß macht und was du in der Folge meist auch sehr gut kannst.

Was noch eine Frage für mich war:

Wann kündige ich meinen Nebenjob und konzentriere mich ausschließlich auf die Selbständigkeit?

Die Frage habe ich für mich anders beantwortet, als es vielleicht rational sinnvoll ist. Bedeutet, ich habe meinen Nebenjob gekündigt, bevor ich mich durch die Selbständigkeit finanzieren konnte. Das Interessante war:

Sobald ich gekündigt hatte, lief meine Selbständigkeit viel besser und ist sehr schnell finanziell tragfähig geworden (mit der Ausnahme, dass im Sommer ein richtig schönes Loch war).

Vor der Kündigung fehlte einfach dieser unbedingte Druck, sich voll reinhängen zu müssen. Der kam erst, als ich darauf angewiesen war, einfach Umsatz zu machen.

Das heißt jetzt nicht, dass du einfach deinen Job aufgeben sollst, bevor deine Unternehmung Geld abwirft. Das ist eine sehr individuelle Entscheidung. Aber es lohnt sich, zumindest einmal darüber nachzudenken. Bei mir war es so, dass ich 4,5 Jahre lang bei IKEA Hot Dogs verkauft habe. Nach Hot Dog Nummer 100.000 war bei mir eine Schwelle erreicht, wo ich für mich gesagt habe:

Wenn ich noch einen Hot Dog verkaufe, während ich parallel an meiner Leidenschaft arbeiten könnte … ja … keine Ahnung … dann drehe ich durch.

Das war dann auch der Moment, wo ich die Kündigung geschrieben habe. Das ging natürlich nur, weil meine Partnerin diese Entscheidung mitgetragen hat.

 

Eigenmotivation und schnelle Umsetzung

Ein weiterer Lerneffekt war, dass Selbständigkeit nur funktioniert, wenn du eine hohe Eigenmotivation hast. Niemand zwingt dich, ins Büro zu gehen und Kundentermine zu machen, Arbeitsabläufe zu strukturieren …

Dazu musst du dich selber aufraffen. Das kann gerade wenn es einmal schlecht läuft, schwierig sein.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass du Dinge einfach umsetzt und diese nicht auf die lange Bank schiebst. Kommt dir eine Idee und du findest sie auch am nächsten Tag noch gut, muss du einfach mal den Mut haben, sie sofort umzusetzen.

 

Negative Folgen der Weiterbildung

Ich absolviere parallel zu meiner täglichen Arbeit die Weiterbildung zum Fachwirt für Finanzberatung. Mittlerweile habe ich die Zwischenhürde zum Fachberater für Finanzdienstleistungen genommen … und was ich da einfach festgestellt habe:

Das kostet verdammt viel Zeit.

Was das bedeutet, habe ich auch erst wieder nach und nach gemerkt.

Zeit ist begrenzt und allein unser kleiner Mann braucht viel davon. Hätte ich damals gewusst, dass wir ein Kind bekommen, hätte ich die Weiterbildung vermutlich aufgeschoben.

Was ich dann tatsächlich übersehen habe, sind die Fahrtkosten. Mir wurde zu Beginn versprochen, dass die Weiterbildung in Berlin stattfindet. Da hätte ich für eine Strecke nur gut eine Stunde gebraucht. Nun kam der Kurs in Berlin nicht zustande und ich muss regelmäßig nach Frankfurt. 4 Stunden hin, 4 Stunden zurück. Dazu kommen Reisekosten zwischen 70 € bis 120 € mehrmals im Monat – und das parallel zur Gründung.

Ein wichtiger Lerneffekt für mich:

Immer alle Eventualitäten abklopfen und überprüfen, welche Auswirkungen eine Entscheidung für mich wirklich hat – also bei mir beispielsweise auf die Arbeit und auf die Beziehung.

 

Resümee

Damit sind wir am Ende angekommen. Das ist wie gesagt eine Art Folge 0. Für mich ist das ein Testlauf gewesen, um zu schauen, wie zum Beispiel meine Stimme wirkt und wie der ganze technische Ablauf funktioniert. Ich würde mich sehr über dein Feedback freuen:

Was würdest du verbessern? Und vor allem: Welche Themen interessieren dich für die folgenden offiziellen Episoden?

Deine Vorschläge werde ich so gut es geht, in den Redaktionsplan einbinden und hoffe, du hattest bei dieser Premiere ebenso viel Spaß wie ich.

Du willst mehr?
Dann trag dich jetzt ein und hol dir mein gratis E-Book: Das Basisrezept des erfolgreichen Vermögensaufbaus. Zusätzlich bekommst du meinen kostenlosen Newsletter - so verpasst du keinen Artikel mehr.


Dein Finanzkoch
Christoph Geiler

 

Artikel weiterempfehlen

Facebook
Google+
https://www.finanzkueche.de/podcast-selbstaendigkeit-vaterfreuden-weiterbildung/">
Twitter
SHARE
LinkedIn

Kommentare

Ihre Meinung ist mir wichtig

4 Kommentare

  1. Anna
    Reply November 16, 14:02 #1 Anna

    Hallo Christoph!

    Du hast Recht, ich denke, es ist vielleicht effektiver, wenn man mit seiner Selbstständigkeit „All In“ geht. Du schreibst, man fühlt einfach die Notwendigkeit, dass es dann laufen muss, und hängt sich mehr rein. Am Ende funktioniert es auch schneller. Das finde ich interessant: so hat es nämlich auch eine Künstlerin gemacht, der ich bei Instagram folge. Sie hat ihren Bachelor-Abschluss gemacht und hat sich ein halbes Jahr abgemüht, teilweise hat sie sich nicht mal Essen leisten können (ihr Freund hat sie versorgt). Jetzt lebt sie aber von ihrem Beruf. Was ich aber so widersprüchlich finde: wenn man sie fragt, wie man es am Besten machen soll, sagt sie auch: Such dir einen Nebenjob (für eine gewisse Sicherheit) und arbeite nebenbei daran. Das rät sie anderen, hat es aber selbst nicht gemacht. Man merkt die Diskrepanz: ich kann mir schon vorstellen, dass es schwerfällt, anderen zu raten, alle Stricke abzureißen und ins kalte Wasser zu springen. Das kann sie wahrscheinlich nicht verantworten.
    Trotzdem: ich glaube, bei erfolgreichen Menschen muss man sich an dem orientieren, was sie TUN, und nicht was sie sagen.

    Viele Grüße und viel Erfolg! 🙂
    Anna (vorher Lena)

    • Finanzkoch
      Reply November 16, 16:21 Finanzkoch Author

      Hallo Anna,

      danke für deinen Kommentar 🙂

      Bei uns hat es zum Glück immer für Essen gereicht …. aber es war verdammt knapp. Zwischendurch wusste ich nicht, ob wir die Rechnungen im nächsten Monat noch begleichen können. Den Gründungskredit hat die Sparkasse damals abgelehnt, mit der Begründung, dass mein Geschäftsmodell nicht tragfähig ist. Ich musste also vom Start weg die beruflichen Ausgaben stemmen und meinen Lohn erwirtschaften … ganz habe ich das nicht geschafft …

      und habe deswegen die Mehrwertsteuer mit ausgegeben. Da das Finanzamt da wenig Spaß versteht, musste ich zusehen, dass ich das vor Abgabe der Steuererklärung wieder reinhole.

      Es kann ganz schön frustrierend sein, wenn man jeden Tag arbeitet und nichts hängen bleibt und man auch noch Angst haben muss, dass es nicht fürs Finanzamt reicht. Ich kann also voll nachvollziehen, warum die Künstlerin anderen zu einem zweiten Job rät. Anderen will man das nicht unbedingt zumuten und bei Misserfolg kann das Ganze auch umsonst gewesen sein …

      Ich denke aber, dass du recht hast:

      „bei erfolgreichen Menschen muss man sich an dem orientieren, was sie TUN, und nicht was sie sagen. “ –> Im Idealfall sollte allerdings beides zusammenpassen 🙂

      Liebe Grüße aus Leipzig
      Christoph

  2. Finanziell Frei mit 30 - Dominik
    Reply November 15, 16:53 #2 Finanziell Frei mit 30 - Dominik

    Hallo Christopher,

    ich finde Dein sächsisch versteht man sehr gut.
    Selbst bei doppelter Geschwindigkeit, die ich bei Podcasts bevorzuge.
    Ich kann mir wahrscheinlich nicht annähernd vorstellen wie herausfordernd es ist die eigene Selbstständigkeit aufzuziehen, eine zeitintensive Ausbildung zu machen und sich dann auch noch um das eigene neue Kind zu kümmern.
    So viele starke Lebensveränderungen in kurzer Zeit. Die meisten sind von einem Job alleine ja bereits komplett ausgelastet oder meinen es zumindest.

    Ich sehe es ähnlich mit der Finanziellen Freiheit als Ziel. Das Geld und das Vermögen sollten nicht zum Selbstzweck werden und rechfertigen, dass man in der aktuellen Situation unglücklich ist und sich jeden Tag ins Büro schleppt. Vielmehr sollten dann Veränderungen eingeläutet werden.

    Wenn schon ein gewisses finanzielles Polster besteht, können Veränderungen im Beruf ja auch deutlich entspannter umgesetzt werden.

    Schöne Grüße
    Dominik

    • Finanzkoch
      Reply November 16, 15:57 Finanzkoch Author

      Hallo Dominik,

      wenn du mich selbst bei doppelter Geschwindigkeit verstehst, bin ich beruhigt 🙂

      Stimmt, mit einem finanziellen Polster lassen sich Veränderungen entspannter angehen. Aber genau darin liegt auch eine gewisse Gefahr. Ich kann da nur für mich sprechen:

      Mir hat finanzieller Druck geholfen, meine Ziele schneller zu erreichen. Wobei das auch eine Charakterschwäche meinerseits sein kann.

      Zum Thema Auslastung: Das Fundament war bei mir, dass meine Partnerin mich voll unterstützt (wobei ich nicht verschweigen möchte, dass wir trotzdem von Zeit zu Zeit an unsere Grenzen gekommen sind und bestimmt immer wieder kommen werden …).

      Herzliche Grüße aus Leipzig

      Christoph

Ihre Daten sind sicher! Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Ihre Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Mit * gekennzeichnete Daten sind Pflichtfelder.