Mach es gleich! Wenn nicht jetzt, wann dann?

Abnehmen? Damit fange ich morgen an. Das Stück Kuchen geht noch.

Aufhören mit Rauchen? Morgen! Heute geht nochmal.

Anfangen zu joggen? Morgen! Jetzt lege ich mich auf die Couch. Einen Tag früher oder später – was macht das schon?

Gesünder essen? Einen fettigen Bürger zum Abschluss. Schmeckt so gut!

Sparen? Den Gürtel enger schnallen, werde ich morgen. Heute lasse ich meinem Bauch die Freiheit, die ihm so gefällt …



Mach es gleich! Wenn nicht jetzt, wann dann?


Hast du dich wiedergefunden? Mir geht es regelmäßig so. Aufgaben, die ich anpacken müsste, verschiebe ich. Gewohnheiten, die ich verändern möchte, lasse ich unangetastet.

Bestes Beispiel ist der Fernseher. Seit Monaten habe ich mir vorgenommen, ihm weniger Aufmerksamkeit zu widmen. Doch ständig geht die Glotze beim Essen wie von Zauberhand an. Was nicht weiter schlimm wäre, wenn sie danach wieder ausgehen würde. Doch an der Stelle ist mein Kopf falsch verdrahtet. Flimmernde Bilder, Couch und voller Magen signalisieren ihm:

System runterfahren! Jetzt wird geruht.

Die Minuten vergehen. Eine Comedy-Serie nach der nächsten rauscht an mir vorbei. Bis ich zur Besinnung komme, können gut und gerne 2 Stunden vergehen. Danach fasse ich jedes Mal den Entschluss:

Morgen bleibt der Kasten aus.

Dann ist morgen. Zum Essen sage ich mir:

Die 15 Minuten kann ich den Fernseher noch einmal anschalten.

Und der Kreislauf beginnt von vorn. Auf die Woche gesehen, geht mir fast ein Tag verloren. Im Jahr macht das 52 Tage. Eine Katastrophe. Ich weiß das. Trotzdem bin ich an meiner Gewohnheit bisher gescheitert. Warum?

Weil ich mir jeden Tag sage: Morgen.

 

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Sylvester ist nicht nur ein rauschendes Fest, es ist auch die Zeit neuer Vorsätze. Warum? Der Jahreswechsel ist prinzipiell ein Tag wie jeder andere. Ich will niemandem Sylvester und die damit verbundene Freude klauen … aber was die Vorsätze angeht, ist Umdenken angebracht.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für neue Vorsätze. Genau jetzt.

Und noch viel wichtiger: Heute ist der richtige Zeitpunkt für deren Umsetzung.

Ansonsten heißt es wieder: Morgen

Oder noch schlimmer: Sylvester (der Tag nach Sylvester ist: Morgen …)

 

Ab heute gilt für mich: Mach es gleich (bist du dabei?)

„Ab gleich“ bleibt der Fernseher aus – und zwar auch zum Essen, da das der Einstiegsreiz zu sein scheint. Auch in allen anderen Bereichen gilt bei mir ab sofort (wenn ich die Möglichkeit dazu habe):

Mach es gleich.

Wenn ich durchhalte, werde ich tonnenweise Zeit und Lebensqualität freischaufeln.

 

Was schiebst du vor dir her?

Jetzt bist du an der Reihe. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Was möchtest du ändern? Möchtest du:

  • Mehr sparen?
  • Aufhören zu rauchen?
  • Mehr Sport machen?
  • Gesünder essen?
  • Dich endlich um deine Versicherungen kümmern?
  • Mehr Zeit mit deinen Kindern verbringen?

Dann fang heute gemeinsam mit mir an, etwas zu verändern. Heute ist ein großartiger Tag dafür – ein viel besserer als morgen.

 

Resümee

Einfach wird es nicht. Oft genug bin ich daran gescheitert, etwas zu verändern, weil ich gesagt habe:

Morgen!

Heute ist schon der hundertste Morgen. Höchste Zeit für ein:

Ich mach es jetzt.

Dein Finanzkoch
Christoph Geiler

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Bildquelle © vitaliymateha – fotolia

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Kommentare

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7 Kommentare

  1. Lothar
    Reply September 05, 10:56 #1 Lothar

    Mach es gleich! Das Problem der Umsetzung. Es hat mich als Finanz-Planer zum Finanz-Coaching gebracht. Ich habe mich gefragt: Was nutzt der beste Plan, wenn der Kunde ihn nicht umsetzt? Eine Frage der Motivation. Aber psychologisch steckt noch viel mehr dahinter. Es gibt 3 Erfolgsfaktoren:
    1. Motivation: Will ich das wirklich? Außerdem, nicht zuviel auf einmal vornehmen (Willenskraft ermüdet).
    2. Routine herausfinden: Dazu gibt es ein tolles Buch von Charles Duhigg „Die macht der Gewohnheit“ – toll zusammengefasst von „5ideen“ auf youtube https://www.youtube.com/watch?v=bR1WAmAfJ5Q
    3. Ausprobieren und wiederholen (hier tut Begleitung gut)
    Ein spannendes Thema – nicht nur für Finanzen.

    Herzliche Grüße
    Lothar – Finanz-Coach

    • Finanzkoch
      Reply September 06, 14:42 Finanzkoch Author

      Hallo Lothar,

      hier ist es wichtig, dass der Mandant seinen Plan selbst (mit)entwickelt – dann ist die Motivation eine ganz andere und er versteht alles viel besser. Wenn man einfach etwas vorgesetzt bekommt, bringt das nichts. Ich bin schon gespannt, auf deine Erfahrungen. Danke für den YouTube-Link 🙂

      Herzliche Grüße
      Christoph

  2. Finanziell Frei mit 30 - Dominik
    Reply September 04, 21:58 #2 Finanziell Frei mit 30 - Dominik

    Das Problem mit der Aufschieberitis (ja den Begriff gibt es wirklich) kenne ich nur allzu gut und ich denke, dass jeder damit Probleme hat.

    Fernsehen war für mich lange Zeit auch ein großes Problem. Ich habe täglich 4 Stunden und mehr davor verbracht. Ich denke das wichtigste ist die Gewohnheit durch eine andere zu ersetzen, denn sonst fällt es ziemlich schwer die alte Gewohnheit aufzugeben. Meistens ist die Gewohnheit an einen bestimmten Auslöser (z.B. nach der Arbeit kurz Fernsehen, eine Zigarette nach dem Essen, Chips beim Fernsehen) geknüpft. Wenn dieser Auslöser erkannt wurde, können wir entweder den Auslöser vermeiden oder eine neue positive Gewohnheit an den Auslöser knüpfen. So könnte man nach dem Essen zum Beispiel einen Spaziergang machen, anstatt zu fernsehen.

    Ich habe bemerkt, dass sich bei mir sehr viele Dinge nach und nach zum positiven verändert haben, nachdem ich erstmal mit einer positiven Gewohnheit gestartet bin. Viele scheitern, da sie an Silvester sich direkt fürs nächste Jahr vornehmen die Ernährung umzustellen, 4-mal die Woche zum Sport zu gehen, nicht mehr vor dem Fernseher zu hocken und mehr Geld zu sparen.
    Dadurch wird die Willenskraft auf alle Sachen aufgeteilt und hinterher wird garnichts erreicht.

    Sobald jedoch einmal die Gewohnheit aufgebaut ist, wird fast keine Energie zur Aufrechterhaltung mehr benötigt. So schaue ich heute nur noch sehr wenig fern und ich hätte auch keine Lust das wieder zu ändern. Ich habe meine alte Gewohnheit durch neue ersetzt.

    Schöne Grüße

    Dominik

    • Finanzkoch
      Reply September 06, 14:38 Finanzkoch Author

      Hallo Dominik,

      danke für deinen Kommentar. Die schlechte Gewohnheit durch eine gute zu ersetzen, werde ich probieren. So ein Spaziergang ist gar keine schlechte Idee. Da kommt man nach dem Essen direkt wieder in Schwung 🙂

      Das mit dem „Zu-viel-auf-einmal-vornehmen“ kenne ich auch. Dann sitze ich da und denke, es hat sowieso keinen Sinn – schaffe ich eh nie … es ist ganz so wie du sagst:

      Lieber Stück für Stück, anstatt alles auf einmal.

      Herzliche Grüße
      Christoph

  3. rwsub
    Reply September 02, 13:19 #3 rwsub

    Ja die guten Vorsätze und das in die Gänge kommen… Eine never ending Story.

    Ich will auch mehr sparen und die Versicherungen Optimieren bzw. endlich ein Depot eröffnen und in ETFs investieren und auch etwas Geld in Aktien anlegen aber schiebe es wie jeder Mensch hier und da vor mich her.

    Dabei ist es rückblickend keine Hexerei. Man muss einfach ins tun kommen und das ist das schwierigste, dieser erster Schritt. Die eine Handbewegung, der erste zündende Impulse.

    Hat man es aber geschafft, tritt dieses Glücksempfinden ein, jedenfalls bei mir und dann stellt man fest alles einfacher als Gedacht und nicht so schwer wie befürchtet. Im nachhinein betrachtet relativieren sich ja viele Dinge.

    In diesem Sinne tun und in die Gänge kommen. Schönes WE und danke für den Beitrag!

    • Finanzkoch
      Reply September 03, 13:31 Finanzkoch Author

      Hallo rwsub,

      so ist es … der erste Schritt … oder wie Nico von Finanzglück es mal in etwa geschrieben hat:

      Das Schwierigste am Laufen ist, sich die Schuhe zu binden und vor die Tür zu gehen.

      Herzliche Grüße aus Leipzig
      Christoph

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