Friedrich & Weik Wertefonds in der Analyse

Mr. Dax und Prof. Dr. Max Otte bekommen Gesellschaft. Zwei weitere prominente Buchautoren gesellen sich zum erlauchten Kreis der Fondsmanager …



Friedrich & Weik Wertefonds in der Analyse


Initiatoren des Wertefonds: Matthias Weik und Marc Friedrich

Seit Anfang des Jahres ist der Wertefonds von Matthias Weik und Marc Friedrich zu haben. Bekannt sind die Beiden durch ihre Bücher

  • Der größte Raubzug der Geschichte (2012)
  • Der Crash ist die Lösung (2014)
  • Kapitalfehler (2016)

geworden. Die inhaltliche Ausrichtung:

Der Crash kommt. Ganz bestimmt.

Die Bücher geben einiges her und regen Denkprozesse an. Leider fällt es zwischen den Zeilen schwer, die Schwarzmalerei der Autoren auszublenden. So bleibt am Ende der Lektüre – zumindest bei mir – ein fader Beigeschmack. Prädikat:

Kann man Lesen, muss man aber nicht.

Mittlerweile sind seit der Veröffentlichung ihres ersten Buches 5 Jahre vergangen – 5 Jahre bangen Wartens auf den Crash (der ist schließlich die Lösung). In dieser Zeit haben Matthias Weik und Marc Friedrich viele Fans gewonnen.

Mit ihrem Wertefonds gehen sie den nächsten (logischen?) Schritt und erweitern ihr Angebot um einen Lösungsbaustein für alle, die an den finalen Kollaps glauben.

Die Homepage des Fonds kommt schick daher. Das Motto:

Zeit für Werte.

Laut Homepage ist der Fonds „Einzigartig, weil:

  • Deutschlands erster offener Sachwertefonds
  • Schutz vor Inflation, Negativzins und Enteignung
  • Bewährte Strategie von Deutschlands erfolgreichsten Wirtschaftsautoren erstmals als Fonds
  • Auch als Sparplan verfügbar“

Deutschlands erster offener Sachwertefonds? Das lasse ich noch durchgehen …

Aber „einzigartig, weil auch als Sparplan verfügbar“? Ernsthaft?

Und wann hat sich die Strategie von Matthias Weik und Marc Friedrich bewährt? In dem Crash, der seit 2012 auf sich warten lässt? Es ist ihr erster Investmentfonds. Eine nachprüfbare Investmenthistorie gibt es ist nicht.

 

Die sachliche Analyse des Wertefonds

Der Fonds investiert in fünf verschiedene Anlageklassen:

  • Edelmetalle (0-30 Prozent des Fondsvermögens)
  • Minenaktien (0-20 Prozent des Fondsvermögens)
  • Aktien (0-100 Prozent des Fondsvermögens)
  • Real Assets (0-20 Prozent des Fondsvermögens)
  • Cash (0-100 des Fondsvermögens)
  1. Cash

Mit Cash ist „echtes Bargeld, das sich in Tresoren und nicht auf Konten befindet“, gemeint. Wenn man von einem Kollaps der Banken ausgeht, macht es Sinn, kein Geld auf Bankkonten zu bunkern. Die Frage ist, wo der Tresor steht …

Für den befürchteten Währungszusammenbruch im Zusammenspiel mit Inflation ist Cash in Tresoren allerdings ebenso ungeeignet wie Geld auf Bankkonten.

 

  1. Real Assets

Real Assets sind Wald, Ackerland, Immobilien, Silber und Diamanten. Diese Assets machen absolut Sinn im Zusammenhang des Fondskonzepts. Was in diesem Zusammenhang etwas aufstößt:

Der Fonds wirbt damit, von Investitionen in ethisch und moralisch fragwürdige Unternehmen abzusehen. Wer sich mit der Herkunft und Förderung von Diamanten beschäftigt, weiß, dass deren Ursprung oft ebenso fragwürdig ist, wie die Geschäftsmodelle einiger Unternehmen.

Hier ist wieder das alte Problem: Was versteht man unter nachhaltigem Investieren?

Auf diese Problematik bin ich in meinem Artikel Nachhaltig Geld anlegen – geht das? eingegangen.

 

  1. Aktien

Hier habe ich mir verwundert die Augen gerieben …

Matthias Weik und Marc Friedrich gehen in ihren Büchern und in verschiedenen Interviews von einer massiven Überbewertung der Aktienmärkte aus und propagieren ein Korrekturpotential zwischen 50 und 90 Prozent. Sie hegen sogar Zweifel, dass man Aktien zu den Sachwerten zählen kann. Nicht ohne Grund nennen sie Ackerland, Wald und Immobilien Real Assets. Stellt sich mir die Frage:

Was suchen Aktien in ihrem Fonds?

Die Begründung findet sich wieder auf ihrer Homepage: „Entgegen einer häufig vorgetragenen Ansicht halten wir Aktien nicht in jedem Fall für solide Sachwerte. Vielmehr muss der Anleger stets sehr genau auf die Substanz eines Unternehmens schauen.“

Der Anleger muss darauf achten, dass er die guten Aktien kauft – die mit Substanz. Leuchtet ein. Ungefähr so klingt jedes zweite Fondsprospekt …

 

  1. Minenaktien

Warum Minenaktien extra aufgeführt sind, erschließt sich mir nicht. Sie fallen unter den Punkt Aktien und entwickeln sich auch wie Aktien. Hier handelt es sich um eine Branchenwette der Autoren: Kann klappen, muss aber nicht.

 

  1. Edelmetalle

Hier ist Gold gemeint. Da Gold von vielen als Krisenwährung schlechthin gesehen wird, überrascht es wenig, dass auch Matthias Weik und Marc Friedrich darauf zurückgreifen.

 

Die Kosten

Nachdem wir uns einen Überblick über die verschiedenen Anlageklassen des Wertefonds gemacht haben, wagen wir einen Blick auf die Kosten. Dabei helfen uns die wesentlichen Anlegerinformationen für Privatanleger weiter:

  • Laufende Kosten: 1,84 Prozent p.a.
  • Ausgabeaufschlag: 3 Prozent
  • Performance Fee: 7,5 Prozent auf alle Gewinne, die 3 Prozent über dem Verbraucherpreisindex Deutschlands (Inflationsrate) liegen. Negative Wertentwicklungen müssen aufgeholt werden.

Bei den Zahlen kann einem schwindlig werden. Mit 1,84 Prozent laufenden Kosten pro Jahr und Performance Fee konnte man vor 20 Jahren noch Fonds auflegen … Heute ist das, als ob ich eine Kugel Eis für 20 Euro an den Mann bringen möchte und zusätzlich einen Aufschlag verlange, wenn es schmeckt.

Zu den laufenden Kosten kommen Transaktionskosten hinzu. Diese dürften gerade bei Käufen von Wäldern und Immobilien überdurchschnittlich ausfallen. Zahlt man dann noch Ausgabeaufschlag, braucht man keine Krise mehr, die das eigene Vermögen vernichtet …

 

Die Akteure hinter dem Friedrich & Weik Wertefonds

Wir haben bisher viel von Marc Friedrich und Matthias Weik gesprochen, dabei ist ihre Aufgabe im Wertefonds vor allem die des Marketings. Im Tagesgeschäft sind sie nicht tätig. Dafür zuständig sind:

Wobei Plutos die „Real Assets“ (wie Wald, Ackerland und Diamanten) und Knoesel & Ronge den Aktienanteil des Wertefonds verwaltet.

Die HANSAINVEST ist für die Erfüllung der regulatorischen Rahmenbedingungen des Wertefonds zuständig und hat die DONNER & REUSCHEL Privatbank damit beauftragt, als Verwahrstelle über das Sondervermögen des Wertefonds zu wachen.

Inklusive Weik und Friedrich sind also fünf Unternehmen am Fonds beteiligt, die Geld verdienen wollen und müssen. Das erklärt zum einen, warum die Fondskosten derart hoch sind und zeigt zum anderen, dass du dich mit den 4 Akteuren im Hintergrund und nicht mit Weik und Friedrich beschäftigen solltest, wenn du über ein Investment nachdenkst.

 

Aktuelle Entwicklung

Bis zum 10.07.2017 sind 10,7 Millionen Euro in den Friedrich & Weik Wertefonds geflossen. Davon sind:

  • 16 Prozent in physische Edelmetalle
  • 11 Prozent in Minenaktien
  • 30 Prozent in Aktien
  • 0 Prozent in Real Assets
  • 44 Prozent in Cash

investiert (die 101-prozentige Investitionsquote kommt vermutlich durch Rundungsfehler zustande). Die aktuelle Portfoliozusammensetzung findest du hier: https://www.fw-fonds.de/aktuelles/

Dem Anspruch Deutschlands erster offener Sachwertefonds zu sein, wird der Wertefonds noch nicht gerecht. Bis genug Geld für Investitionen in Wälder, Ackerland und Immobilien zusammengekommen ist, gibt es damit wenig Gründe eigenes Geld zu investieren. Investitionen in Aktien, „Cash“ und Edelmetalle sind andernorts deutlich günstiger zu haben.

 

Resümee

Mit ihrem Wertefonds wollen Matthias Weik und Marc Friedrich Investoren vor Inflation, Negativzins und Enteignung in der von ihnen prophezeiten Krise schützen. Schaffen wollen sie das durch einen Mix aus Aktien, Minenaktien, „Real Assets“, Edelmetallen und Cash.

Dass der Fonds seinen Zweck erfüllt, ist schon aufgrund der Kosten fraglich.

Der Titel Erster offener Sachwertefonds ist mehr Schein als Sein. Die von den Fondsinitiatoren beschworenen „Real Assets“ wie Wald und Ackerland dürfen maximal 20 Prozent des Fondsvermögens ausmachen.

Zudem sehe ich nicht, wozu ich einen Fonds brauche, der Cash und Edelmetalle für mich hortet. Wenn ich an den Kollaps unserer Wirtschaftsordnung glauben würde, hätte ich meine Wertgegenstände lieber griffbereit.

Was hältst Du vom neuen Wertefonds?

Dein Finanzkoch
Christoph Geiler

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Kommentare

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26 Kommentare

  1. Dreieck
    Reply Mai 23, 13:38 #1 Dreieck

    Die Kernfrage ist wie lege ich mein Geld Crashsicher an?

    1/3 Edelmetalle, 1/ 3 Immobilien, 1/3 Aktien. Die letzteren fallen im Moment raus also aktuell nur 80 % Edelmetalle und 20 % Cash zum Leben.

    Wie seht Ihr es??

  2. Dr.Dachs
    Reply Februar 04, 15:28 #2 Dr.Dachs

    Leute, Leute laßt uns doch in 1,2 oder 3 Jahren Fazit ziehen. Auch ich finde das Produkt nicht uninteressant zur Streuung. Bisher machen die ja einen ganz ordentlichen Job mit ihrem Picking.

    Ich kenne nur ein Buch als Hörbuch der beiden und finde es gut. Absolut genial fand ich einen Auftritt der beiden. Der war wirklich intelligent und unterhaltsam.

    Gutes investieren.

    Dr. Dachs

    • Finanzkoch
      Reply Februar 24, 13:28 Finanzkoch Author

      Hallo Dr. Dachs,

      “ Bisher machen die ja einen ganz ordentlichen Job mit ihrem Picking.“

      Woran machst du das fest?

      LG, Christoph

  3. PIBE350
    Reply Februar 01, 01:33 #3 PIBE350

    Zu den Kosten wurde vieles geschrieben. Was die beiden Personen und ihre Bücher betrifft, schließe ich mich freaky finance an. Aufklärungsarbeit über unser Finanz- und Geldsystem begrüße ich grundsätzlich.

    Nun zum Fonds: Was mir gut gefällt, ist die grundsätzliche Streuung in viele verschiedene (Sach)werte. So halte ich das mit meinem Vermögen auch.

    Richtige Bauchschmerzen bereiten mir die variablen Gewichtungen. Es muss also nicht nur saubere Arbeit in den einzelnen Anlageklassen (z.B. bei der Auswahl und Verwaltung der Aktientitel), sondern auch zwischen diesen geleistet werden.

    Das bedeutet für mich zusätzliches Markettiming: Es muss fortlaufend entschieden werden, wann welche Anlageklasse gerade eher hoch oder niedrig bewertet steht und wie man sie zueinander gewichten möchte. Hier finde ich starre Aufteilungen mit regelmäßigem Zurücksetzen auf die ursprünglich festgelegte Aufteilung wie beim ARERO-Fonds besser. Oder habe ich das falsch verstanden?

    Erst mal vielen Dank für diesen Artikel.

  4. Rebecca
    Reply Januar 31, 23:41 #4 Rebecca

    Ich finde den Fonds klasse und bin auch mit dabei. Die beiden Lügen einen nicht an und versprechen keine Rendite. Es geht um Kapitalerhalt. Wenn es einen Zuwachs gibt, freue ich mich. Wenn nicht, auch nicht schlimm. Wenn aber das Szenario der beiden eintritt (leider zu befürchten), dann geht der Fonds ab wie ein Future/Derivat im Turbogang.

    Die Kosten sind absolut im Rahmen bis fair.

    Liebe Grüße
    Rebecca aus dem Norden

  5. Bankenmärchen
    Reply Januar 31, 07:19 #5 Bankenmärchen

    Oha 3% Ausgabeaufschlag. Früher in der Filiale sagte man immer den Kunden „Sie kaufen sich damit einmalig Ihre Rendtie“. Na ja… und 7,5% Performance Fee… ja… das kann man so stehen lassen, denn es spricht für sich selbst. Meint man das tatsächlich ernst? Unglaublich, dass es Leute gibt, die das tatsächlich kaufen.

  6. Sibi82
    Reply Januar 29, 22:12 #6 Sibi82

    Hier geht es ja hoch her. Die beiden polarisieren. Gut so.
    Ich habe den Fonds zwar nicht gezeichnet aber einen Sparplan gemacht und fühle mich wohl damit. Immerhin sind die Sachwerte ja hinterlegt.
    Also beruhigt euch mal alle und gebt den Jungs ne Chance. Wir können die beiden in 1,2 Jahren entweder zerreißen oder feiern.
    Wie dem auch sei: Ich finde es großartig das sie was machen und damit auch was erreichen. Schaut nur mal die Anzahl an Kommentaren an. In anderen Artikeln ist das nicht so.

    Grüße aus Hamburg
    Sebastian

  7. Vermögensanleger
    Reply Januar 29, 16:50 #7 Vermögensanleger

    Hallo Christoph,

    als Cashbunker brauch ich nun wirklich keinen Experten. Da bin ich ganz deiner Meinung. Warum soll ich dafür Gebühren bezahlen? Einen Fondsmanager benötige ich höchstens, damit er die Arbeit für mich erledigt, die ich selbst nicht erledigen kann. Entweder auf Grund fehlendem Know-How oder fehlender Zeit. Ein weiteres eigenartiges Finanzprodukt, dass mich in meiner Entscheidung bestätigt, mich selbst um mein Geld zu kümmern. Klingt einmal mehr nach einem „Wir möchten an deinem Geld verdienen“-Fonds.

    Danke für den Artikel und einen schönen Gruß
    Marco

    • Finanzkoch
      Reply Januar 31, 22:22 Finanzkoch Author

      Hallo Marco,

      sehe ich auch so – wenn ich einen Fondsmanager bezahle, dann für Arbeit, die ich nicht erledigen kann oder eben nicht erledigen möchte. Das ist ja in jedem Lebensbereich so. Und vor allem: Der Preis muss fair sein … bei allen Punkten steht hinter dem Fonds ein großes Fragezeichen.

      Herzliche Grüße aus Leipzig
      Christoph

      • Dreieck
        Reply Mai 24, 11:17 Dreieck

        Danke für den Beitag Christoph,

        ich wäre auf die Panikmacher von Weik und Friedrich fast reingefallen. Danke auch an Couponschneider mit dem Kostolany-Zitat..

        Ich stocke das Depot um 10 % physischem Gold auf und warte einfach mal 1 Jahr ab, wie sich die Märkte so entwickeln.

        Viele Grüße

        • Finanzkoch
          Reply Juni 05, 20:43 Finanzkoch Author

          Gern 🙂

          Liebe Grüße aus Leipzig

          Christoph

  8. Der Finanzfisch
    Reply Januar 29, 12:18 #8 Der Finanzfisch

    Vielen Dank für die kritische Auseinandersetzung mit diesem Fond. Ich habe mit diesen beiden Autoren schon lange abgeschlossen.

    Ihre Bücher sind darauf ausgelegt, stark zu polarisieren und den Untergang zu prophezeien. Von dieser Ausrichtung profitieren sie recht gut. Panik verkauft sich nun mal. Aber am Ende sind sie auch nicht besser als die Börsenpornographie, die man kostenlos auf jedem Börsenportal hinterhergeworfen bekommt.

    Finanzielle Aufklärung ist gut und sinnvoll, aber die schonungslose Panikmache der beiden Autoren hinterlässt bei mir schon einen komischen Nachgeschmack. Und dann so ein Fond, das macht die Autoren schlichtweg unglaubwürdig.

    In meinen Augen bleiben breit streuende ETFs und vielleicht ein paar Rohstoffe/ Sachwerte in physischer Form zur Absicherung die günstigere und vor allem bessere Alternative.

    Was nützten mir denn Anteile an so einem Fond wenn das ganze System crasht? Vermutlich genau so viel wie ein Gold-ETC. In sofern passt der Fond auch da schon nicht zu der von den Autoren vertretenen Philosophie.

    Viele Grüße
    der Finanzfisch

  9. Couponschneider
    Reply Januar 29, 11:09 #9 Couponschneider

    Was ich noch anmerken wollte: Die beiden werden als „Top-Ökonomen“ tituliert:

    https://www.fw-fonds.de/wp-content/uploads/sachwertmagazin-sonderdruck-friedrich-weik-bringen-ersten-sachwertfonds-201701-ohne-seite-2-8.pdf

    Das ist eine ganz üble Sache, wenn wie wird man „Top-Ökonom“? Wer entscheidet das? Haben die beiden Lehrstühle? Veröffentlichen sie akademische Schriften? (Ihre drei Bücher habe ja kein akademisches Niveau.)

    In dem PDF heißt es im Editorial:

    „Wir sind seit Jahren freundschaftlich verbunden. Marc Friedrich und Matthias Weik gehören nicht erst seit gestern zur Expertenelite in Deutschland, was
    Finanzen anbelangt. “

    Das hört sich nach Vetterwirtschaft an. Der Herausgeber einer unbekannten Zeitschrift bauchpinselt die zwei Buchautoren, dass einem das Ko… kommt, und macht Werbung für deren Fonds. Das ist eine ganz üble Mischung.

    „Friedrich und Weik“ werden das nächste „Schäfer und Köller“. Erstere werden sich aber geschickter anstellen und wahrscheinlich nie vor dem Kadi landen. Die Kundengelder werden aber genauso weg sein. Kleine Randbemerkung: Auch Schäfer und Köller haben Autoren und Herausgeber korrumpiert, um wohlgefällige Artikel über S&K-Fonds zu bekommen.

  10. Couponschneider
    Reply Januar 29, 10:29 #10 Couponschneider

    Ich halte von den beiden Bursche nichts, rein gar nichts. Und ich hätte es mir auch ausgemalen können, dass die irgendwann einen Fonds auflegen. Dumme Fans gibt’s ja genug, die das kaufen. Dirk Müller hat auch nach dem dritten Buch einen Fonds aufgelegt.

    Die Attitüde, anders zu sein, einen Fonds zu bieten, der sich fundamental von bisherigen unterscheidet, passt zu diesen Herren, geht aber nach hinten los. Auch die Fondsmanager können nicht in die Zukunft blicken.

    Der Kunde hat eigentlich nur drei bedeutende Stellschrauben, um seine Rendite zu erhöhen:

    1. Wahl der Assets. Am besten Produktivkapital, also Aktien.
    2. Dauer des Investments. Am besten so früh wie möglich anfangen.
    3. Gebühren sind so gering wie möglich zu halten.

    Ich bezweifle, dass diese Burschen gute Aktien auswählen; ich habe ihre missratenen Bücher gelesen. Die werden auch ständig umschichten, denn der Crash steht ja vor der Tür. Und zweifelsfrei sind die beiden zu teuer.

    Vor einem halben Jahr habe ich alle drei Bücher der beiden rezensiert: http://couponschneider.blogspot.de/search/label/Marc%20Friedrich

    Und ich nehme auch kein Jota davon zurück.

  11. James Bonds
    Reply Januar 29, 10:18 #11 James Bonds

    Danke für den Hinweis und den Artikel.

    Ihre Bücher sind brillant und viele Prognosen ihrerseits sind (leider) eingetroffen. Ein weiterer unschätzbarer Verdienst der beiden ist es sicherlich, dass sie das Thema Geld, Investment, Krise und Finanzen einem breiten Publikum verständlich und spannend aufbereitet haben.

    Ihr Fonds ist mir nun neu, allerdings ist auf den ersten Blick das Konstrukt tatsächlich innovativ und anderes. Zur Korrektur: Die beiden sind aber keine Fondsmanager. Sind sind die Initiatoren des Fonds für den Fonds wurden zwei erfahrene Fondsmanagerfirmen rekrutiert.

    Die Kosten sind m.E. absolut im Rahmen. Eine Performance Fee fällt ja nur an wenn der Fonds den markt outperformt. Dann zahlt das sicherlich jeder Anleger gerne.

    Bisher hat der Fonds sich ja ganz wacker geschlagen (weit besser als Mr. Dax oder Otte).
    ca. 1% im Plus seit Auferlegung. Aber das ist nicht wirklich aussagekräftig. Sprechen wir nochmal in einem Jahr darüber.

    Ich habe de Fonds auf jeden Fall auf der Watchlist. Wenn er sich bewährt sehe ich es als ein interessantes Produkt zur weiteren Diversifikation.

    • Couponschneider
      Reply Januar 29, 10:34 Couponschneider

      Wenn ihre Bücher brillant sein sollen, dann sind Ihre Ansprüche einfach zu niedrig. Ich habe einige Bücher gelesen. Die beiden gewinnen sogar noch den Niveaulimbo gegen Dirk Müller. Ich habe nicht einen einzigen klugen Gedanken in den Büchern von Friedrich & Weik lesen können. Weik wird im Autorenporträt als „Querdenker“ tituliert. Warum? Weil er sich genauso wie Einstein die Haare nicht kämmt? Ein Querdenker, der sich selber als Querdenker tituliert, ist keiner.

      • James Bonds
        Reply Januar 29, 12:37 James Bonds

        @ Couponschneider:

        Ihre Meinung in allen Ehren aber warum werden Sie persönlich?
        Ich habe Ihnen doch nichts getan. Noch sind wir ein freies Land und ein jeder darf seine Meinung kundtun. Ihr Niveau finde ich gelinde gesagt unterirdisch. Sie haben sich nun hier im Kommentarbereich 3 mal abfällig ggü. den beiden Autoren geäußert. Wir haben es ja nun verstanden das sei kein Fan der beiden mehr werden. Viele andere Menschen sehen das anders. Und das ist ihr Gutes recht. Greifen Sie diese Menschen doch deswegen nicht an als Dumm. Sind Sie auf die beiden Herren neidisch, missgünstig, eifersüchtig?

        Das Buch „Kapitalfehler“, welches Sie sicherlich nicht gelesen und weder verstanden haben, ist eines der besten Wirtschaftsbücher seit Jahren. In keinem Buch wurde Geld und die Wirtschaftszyklen so brillant und verständlich erklärt.

        • Werner
          Reply Januar 29, 15:54 Werner

          @ James Bonds:

          Das ist beim Herren Couponschneider immer so und gehört zu seinem Konzept. Immer persönlich werden und – ganz wichtig- fernab jeglicher Argumente alle in einen Topf werfen (Linke, Grüne, etc)! Und das in einer Art und Weise, die man einfach nicht mehr ernst nehmen kann.

          Nicht umsonst gilt sein Blog in der Finanzblogszene als Satireblog….

          • James Bonds
            Januar 29, 22:08 James Bonds

            @ Werner:

            Danke für den Hinweis. Dann weiß ich das nun einzuordnen.
            Wohl pathologisch 😉

            Dann sage ich mal: Gute Besserung Herr Couponschneider

        • Couponschneider
          Reply Januar 29, 17:27 Couponschneider

          Sie werfen mit Superlativen um sich: „Das beste Wirtschaftsbuch seit Jahren“. Sehe ich ganz anders. Ich habe einige Bücher gelesen, auch die Target-Falle von Sinn.

          Sie schrieben:

          „Die Kosten sind m.E. absolut im Rahmen. Eine Performance Fee fällt ja nur an wenn der Fonds den markt outperformt. Dann zahlt das sicherlich jeder Anleger gerne. “

          Auch das kritisiere ich, denn die Performance-Gebühr ist ja nicht die einzige Gebühr. Es gibt eine laufende Gebühr von 1,6 %, egal wie der Fonds abgeschnitten hat. Der Ausgabeaufschlag beträgt bis zu 3 %. Und wann winkt die Performance-Gebühr? Wenn sie die Benchmark schlagen. Die Benchmark sind die offiziell gemessene Inflation + 3 % p.a. Übrigens ist das offizielle Inflationsrate, die sie in ihren immer wieder als zu niedrig kritisieren, die Verschwörungstheorien darum nicht spinnen, aber andeuten. Die Verschwörungstheorien bleiben Dirk Müller vorbehalten.

          Das kann man hier nachlesen:
          https://www.fw-fonds.de/der-fonds/

          Dort steht:
          „Performance Fee: 7,5% über Benchmark, High-Water-Mark-Prinzip (HWM)“

          Das liest sich auf den ersten Blick so: Die Benchmark muss um 7,5 % (Oder Prozentpunkte? Das wäre dann wirklich kundenfreundlich.) geschlagen werden. Klickt aber die weiterführenden Informationen, dann liest man folgendes:

          „Die Performance Fee ist eine erfolgsabhängige Vergütung – wenn der Friedrich & Weik Wertefonds seinen Vergleichsindex signifikant schlägt („Outperformance“). In diesem Fall wird ein Betrag in Höhe von bis zu 7,5 Prozent desjenigen Betrages erhoben, um den der Anteilswert im Laufe des Geschäftsjahres gestiegen ist.“

          Man muss kritisieren, dass sie sich so missverständlich ausdrücken. Das sind die Methoden der Abofallensteller. Und bei 2 % Inflation muss der Fonds nur um > 5,0 % steigen, und schon fällt die Performance-Gebühr an. Der DAX steigt im langjährigen Durchschnitt um 8 – 9 % pro Jahr.

          Ich gebe zu, ich werde gerne ausfallend und polemisch, aber ich bringe hier Argumente ins Spiel! Die zwei Burschen sind das Geld einfach nicht wert.

          Ich halte generell wenig von Fonds. (Ich bin da auf einer Wellenlänge mit Hotte Lüning: https://www.youtube.com/watch?v=IMwqUJT7GD4) Die Theorie ist ja gut, die Praxis bestätigt aber die Theorie nicht. Die meisten dürften mit Fonds kaum mehr als mit klassischen Zinsanlagen erzielen. Dieser Friedrich-und-Weik-Fonds ist eine Lachnummer. Damit sollen unbedarfte Leser hinter die Fichten geführt werden.

          Auch wenn sie Fondsmanager einstellen, ist dies keine Garantie. Die zwei Schlitzohren nutzen ihre Prominenz, um abzusahnen, mit einer Anlage, die teilweise konträr zu den Inhalten der eigenen Bücher steht. Denn sie wettern doch gegen die Finanzwirtschaft. Aber was sind Fonds? Fonds sind grundsätzlich Teil der Finanzwirtschaft. Was ich, wenn ich Aktien direkt halte? Das ist Realwirtschaft, wenn ich Aktien von P&G, J&J, General Mills, BASF oder Siemens halte.

          • Finanzkoch
            Januar 31, 22:43 Finanzkoch Author

            Hallo Couponschneider,

            ich habe glaube fünf Anläufe gebraucht, bis ich verstanden habe, wann die Performance-Fee in welcher Höhe anfällt – und ich lese mehr Produktinformationsblätter als die meisten Menschen. Die Formulierung ist wirklich eine absolute Katastrophe.

            Herzliche Grüße aus Leipzig
            Christoph

  12. Andreas Wenzel
    Reply Januar 29, 10:02 #12 Andreas Wenzel

    Ich staune immer wieder, dass Menschen über Fonds in Edelmetalle investieren. Ein Schließfach gibt es bei den meisten Banken ab 30 oder 40 Euro Jahresmiete und ist im Notfall ruckzuck leergeräumt.

    • Finanzkoch
      Reply Januar 31, 22:27 Finanzkoch Author

      Hallo Andreas,

      alternativ kann man seine Wertgegenstände wie Vincent auch verbuddeln. Hat für mich mehr Charme, als meinen theoretischen Exit-Plan von einer Bank abhängig zu machen. Wobei ich den praktischen Nutzen von Gold, in einem Crash wie Weik und Friedrich ihn vorhersagen, bezweifle.

      Liebe Grüße
      Christoph

  13. KostenRunter
    Reply Januar 27, 19:17 #13 KostenRunter

    Die Angst vor irgendeinem Crash treibt schon seit langem die Leute zu Scharlatanen. Wie Du schön richtig schreibts schützt das dann die Leute, Geld durch den Crash zu verlieren, weils schon vorher weg ist.
    Wald und Ackerland hätte ich auch gerne, aber da kenne ich nichts, wo man auch nur mit annähernd akzeptablen Kosten Geld anlegen könnte. Ich hab mir auch mal überlegt, ob ich mal ein Stückchen kaufe, wäre nur 20 km weg gelegen. Da ich aber schon jetzt vor Motorsägen einen Heidenrespekt habe und Waldarbeit im Alter noch schwerer fallen wird, habe ich Abstand genommen.
    Ein eigenes Häuschen (mit Garten) kann ich aber empfehlen. Die gesparte Kaltmiete hat man steuerfrei und ziemlich Crash-sicher. Das Haus dann mit den jetzt noch gut fließenden Fördermitteln energetisch zu sanieren, ist auch sinnvoll, denn auch gespartes Heizmaterial ist (noch) steuerfrei und krisensicher. Insgesamt sind bei mir die Nebenkosten auch etwas niedriger als früher zur Miete, da die Vermiter (und Eigentümergesellschaften) gerne Kosten umlegen, die ich nicht will oder nicht brauche, z.B. die Abzocke mit den Heizkosten Messröhrchen.

    Zur schuldenfreien Immobilie noch ETFs und ein paar Dividendentitel und fertig ist mein Mischfonds mit Kostenquote nahe Null.

  14. freaky finance
    Reply Januar 27, 16:37 #14 freaky finance

    Moin,
    grundsätzlich halte ich es für wichtig, sich mit der Möglichkeit des Crashs und des Scheiterns der aktuellen Währung auseinandergesetzt zu haben. Die Argumente der Autoren sind ja nicht an den Haaren herbeigezogen! Wer das aggressive Einhämmern, dass das die einzige Wahrheit sein soll, beim Lesen ausblenden kann, für den kommt sogar die Lektüre ihrer Bücher in Frage, um sich einen Überblick zu verschaffen, woran das Geldsystem krankt und was das für Konsequenzen haben KÖNNTE. Dass uns das nun nicht schon alles in den letzten 5 Jahren um die Ohren geflogen ist, besitzt meiner Meinung nach keine Aussagekraft.

    Trotzdem hast du natürlich recht, dass dieser Fonds ein ganz schlechter Scherz ist, den die Initatoren aber wohl leider ernst meinen…

    Würde mich mal interessieren, wie der sich volumenmäßig so entwickelt.

    In deinem letzten Absatz gibst du übrigens genau meine Meinung wieder. Was soll das Zeug in Fonds???

    Ein bisschen Cash unter dem Kopfkissen, um einen Bankrun zu überstehen, physische Edelmetalle im Garten vergraben, falls es noch schlimmer kommt, sowie Alkohol und Zigaretten, um auf dem Schwarzmarkt Besorgungen machen zu können.

    Kann man lustig finden – ich muss sogar selber schmunzeln – aber im Fall der Fälle wird den meisten das Lachen vergehen und dann ist „haben besser als brauchen“.

    Trotzdem hoffe ich, dass ich an diese Reserven niemals ran muss und meiner lieben Tochter die Schatzkarte für den Garten vererben kann 😉

    Beste Grüße
    Vincent

    PS: An die Hohlbratzen, die jetzt meine Adresse aus dem Impressum rauslesen und heute Nacht anfangen wollen zu buddeln: Ich habe gar keinen Garten 🙂

    • Finanzkoch
      Reply Januar 27, 18:19 Finanzkoch Author

      Hallo Vincent,
      stimmt, die Probleme auf die die Autoren aufmerksam machen, sind nicht von der Hand zu weisen. Die Konsequenzen die sie aufzeigen, sind aber nur eine mögliche Zukunft … wie du sagst: Ein ganz dickes KÖNNTE.

      Ich bin mir übrigens sicher, dass der nächste Crash kommt. Die Frage ist nur wann … morgen? In fünf Jahren? Oder in zwanzig? Und wie heftig wird er sein? Was werden die Ursachen sein? Ich habe keine Ahnung. Wie dem auch sei … dein nicht existierender Garten wird auf jeden Fall die bessere Antwort auf den Crash sein, als der Fonds 🙂

      Aktuell haben die Beiden 5,3 Millionen eingesammelt. Mal schauen, wie es weiter geht.

      Herzliche Grüße aus Leipzig
      Christoph

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